Wohnraumabgabe, muss eine ausgezahlte Rente frei verfügbar sein?

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Querdenker
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Wohnraumabgabe, muss eine ausgezahlte Rente frei verfügbar sein?

#1

Beitrag von Querdenker » Di 9. Apr 2019, 20:50

Meine Gedanken:
Staatliche Rente die ausgezahlt wird, sollte eben nicht in erster Linie zur freien Verfügung stehen. Klingt erst einmal befremdlich. Die Rente sollte als Erstes genutzt werden, um Wohnraum zu finanzieren. Ein Teil der Rentenbeiträge könnte eine Wohnraumabgabe beinhalten. Der Staat könnte erschwingliche Sozialwohnungen aus Rentenbeiträgen bauen oder kaufen. Rentner erwerben somit ein Mietwohnrecht, deren Finanzierung sie selber gesichert haben und bedienen nicht die Aktionäre von Wohnungsbauunternehmen. Wird die Sozialwohnung nicht benötigt, erst dann kann die Rente als Geldleistung anteilig für den nicht beanspruchten Wohnwert ausgezahlt werden.

Vorteil:
Bezahlbarer Wohnraum wird leichter finanzierbar.
Der Staat baut Besitz auf, der der Allgemeinheit zu Gute kommt.
Der Staat braucht keine Überschüsse erwirtschaften, um diese an Dritte zu leiten. (Dividenden)
Wenn sich dergleichen nicht über ein neues Rentensystem umsetzen lassen würde,wäre auch eine Wohnraumabgabe in anderer Form sinnvoll.
Auch Selbstständige-Unternehmer sollten an einer Wohnraumabgabe beteiligt sein.
Vielleicht könnt ihr das einmal weiterdenken, ob dergleichen zweckdienlich wäre.
LG
Gemeinsamkeit ist auch wenn alle Mauern in den Köpfen haben.
Wir haben keine Zeit für Parteikämpfe, wir müssen gemeinsam Lösungen finden.
scilla
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Re: Wohnraumabgabe, muss eine ausgezahlte Rente frei verfügbar sein?

#2

Beitrag von scilla » Mi 10. Apr 2019, 11:50

die Menschen neigen dazu, vor sich hin zu leben
und dabei all das nachzumachen, was die anderen Menschen auch tun

die Mehrheit geht also zur Arbeit und wohnt zur Miete
und in der BRD hat das auch wunderbar geklappt

niemand, der dies nicht wollte, war arbeitslos oder saß auf der Straße
der Lebensstandard stieg beständig
(die modernen Mietwohnungen unterschieden sich nicht wesentlich von Millionärswohnungen,,
ihre Mieten waren niedrig)
den Rentnern (zumindest den Beamten) ging es prächtig

a) was in der BRD fehlte,
war die Möglichkeit zur beruflichen Neuausrichtung des eigenen Lebens,
wie in den USA üblich

b) was ebenfalls fehlte, waren Wohnviertel ausschließlich für Reiche,
in denen die Miete für Otto Normal nicht erschwinglich ist,
wie das in England (Spanien? Frankreich?) üblich ist

Punkt b) ist nun auch in Deutschland Realität geworden,
aber die meisten Mieter haben das noch nicht begriffen

wer also in einer Stadt wohnt,
in der es ein sensationelles kulturelles Angebot gibt,
sollte sich nicht über steigende Mieten wundern,
weil es die Reichen dorthin zieht

wer das kulturelle Angebot der Stadt nicht nutzt,
(weil die eigenen Kinder das abendliche Ausgehen unmöglich machen)
sollte aufs Land ziehen

jeder Mensch muss für sich strategische Entscheidungen treffen
(dazu gehört auch Punkt a) )
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