zum Thema Geldsystem: Hubschraubergeld statt QE

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Martha
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zum Thema Geldsystem: Hubschraubergeld statt QE

#1

Beitrag von Martha » Fr 8. Mär 2019, 16:22

Da QE nachweislich nicht so funktioniert, wie es gedacht war, nicht die vorgegebenen Ziele erfüllt, ist zB Hubschraubergeld ein Alternative.
Da dies aber die Menschen unabhängiger macht, anstatt immer mehr Kapital bei wenigen zu kumulieren, wie es QE bewirkt, wird es nie dazu kommen.

https://www.positivemoney.eu/helicopter-money/

Was will ich damit sagen? Das Geld, seine Abwesenheit, ist nicht das Problem, sonder die Macht, die in der Konzenztration bei wenigen liegt.
Folglich ist keine positive Veränderung zu erwarten, solange so viel Macht durch so viel Geld bei so wenigen liegt, folglich ... denk es selber zuende
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Re: zum Thema Geldsystem: Hubschraubergeld statt QE

#2

Beitrag von Sanity » Mi 13. Mär 2019, 16:35

Geld ist eine Art "Bezugsschein" für produzierte Güter. Wenn man Geld gleichmäßig auf alle Konsumenten verteilt, erhöht man nur die Geldmenge auf das gleiche Quantum an bereits produzierten Gütern (=Inflation). Das Verteilen von Geld an die Produzenten, schafft hingegen Anreize für Produktion von neuen Gütern und verteilt über die Einkommen das Geld an die Verbraucher
Was will ich damit sagen? Das Geld, seine Abwesenheit, ist nicht das Problem, sonder die Macht, die in der Konzenztration bei wenigen liegt. Folglich ist keine positive Veränderung zu erwarten, solange so viel Macht durch so viel Geld bei so wenigen liegt, folglich ... denk es selber zuende
dem würde ich zustimmen
Zuletzt geändert von Sanity am Do 14. Mär 2019, 21:25, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: zum Thema Geldsystem: Hubschraubergeld statt QE

#3

Beitrag von Martha » Mi 13. Mär 2019, 16:57

Aber das erkannte und analysierte Problem ist doch, dass mehr bei Investoren nicht zu werteschaffenden Investitionen geführt hat, sondern nur zu Verteuerung hauptsächlich in Betongold und immensem Aufblähen der Finanzindustrie, weil das QE Geld nicht an Investitionsverpflichtungen gekoppelt ist d nicht auf der Gegenseite auch die Kaufkraft erhöht wurde, siükndern im Gegenteil QE durch Betongoldverteuerung / Mietenexzesse nur die Kaufkraft verringerte.
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Re: zum Thema Geldsystem: Hubschraubergeld statt QE

#4

Beitrag von Sanity » Do 14. Mär 2019, 12:07

man muss das Problem gesamteuropäisch sehen. Die EZB pumpt zwar seit Monaten viel Geld in die Märkte (die EZB-Bilanzsumme steht auf Rekordhöhe) und die Zinsen liegen bei Null, was eigentlich die Kerninflation in die gewünschte Zone von 2% bringen sollte. Trotzdem gibt es in einigen Ländern der Euro-Zone eher disinflationäre Tendenzen. Aber es ist keine Deflation. "Helikoptergeld" wäre eher ein Mittel einer Deflation entgegenzuwirken.
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Re: zum Thema Geldsystem: Hubschraubergeld statt QE

#5

Beitrag von Sanity » So 17. Mär 2019, 01:37

Martha hat geschrieben:
Fr 8. Mär 2019, 16:22
Was will ich damit sagen? Das Geld, seine Abwesenheit, ist nicht das Problem, sonder die Macht, die in der Konzenztration bei wenigen liegt.
Folglich ist keine positive Veränderung zu erwarten, solange so viel Macht durch so viel Geld bei so wenigen liegt, folglich ... denk es selber zuende
wie ich in den anderen Thread schon erwähnt hatte, ist diese Ungleichverteilung immanent für den Kapitalismus, da Reichtum ein Überschuss an Werten bedeutet, die nicht in den direkten Konsum (Verbrauch) investiert werden müssen, sondern als Kapital in Rendite-Anlagen investiert werden kann. Dazu folgende Überlegungen: Eine Wirtschaft soll der planvollen Befriedigung der Bedürfnisse der Menschen dienen. Im Kapitalismus lässt sich dieses Ziel im Wert des privaten Konsums messen. Dieser wird in Deutschland in der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung (VGR) ermittelt.

in Zahlen für das Jahr 2018 ausgedrückt:

Bruttoinlandsprodukt: 3.388,2 Mrd. EUR

davon private und staatliche Konsumausgaben: 2 440,5 Mrd. EUR

dem stehen Bruttoinvestitionen im Wert von 714 Mrd. EUR gegenüber.

Das bedeutet: unsere Wirtschaft investiert 1/5 ihrer Gesamtleistung in Investitionsgüter, um ihr eigentliches Ziel zu erreichen, die Konsumbedürfnisse der Menschen zu produzieren. Dieses 1/5 der Wirtschaftsleistung entspricht dem Wert der Produktionsmittel und muss als "Vorleistung" verfügbar sein. Es muss also als "überschüssiges" Vermögen in privater Hand für Investitionen zur Verfügung stehen. Eine "gerechtere" Verteilung würde bedeuten, dass "überschüssiges Vermögen" reduziert und auf die privaten Haushalte in die Konsumebene verteilt würde. Damit würde also die Kaufkraft der Konsumenten steigen. In Verbindung mit den aktuell billigen Krediten auf der Produktionsseite könnte dadurch eine Konjunktur der Wirtschaft bewirkt werden. Man kann also resümieren, dass die aktuelle, sich immer mehr verstärkende Vermögensungleichheit ein Hindernis für den wirtschaftlichen Aufschwung bedeutet.
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