Verkehrswende

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andreasz
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Re: Verkehrswende

#26

Beitrag von andreasz » So 10. Mär 2019, 11:38

Querdenker hat geschrieben:
Sa 9. Mär 2019, 18:30
@andreasz
Re: Verkehrswende #22 von andreasz » Sa 9. Mär 2019, 12:39
Nein, ich sehe das anders. Das Ladensterben hat nur wenig mit Parkgebühren zu tun.
Die Tante Emma-Läden wurden durch Supermarktketten ersetzt, der Onlinehandel tut sein übriges, oftmals günstiger, da keine Ladenvorhaltung notwendig ist. Abzocke der Autofahrer sehe ich nicht. Wenn jemand Geld nimmt, macht einen das schnell ärgerlich, aber der Grund für Gebühren ist ja in der Regel vernünftig angesetzt. 10 Cent Gebühren für 15 Minuten parken, da ist das Kontrollieren, Einsammeln, und Zählen schon teurer.
Die Innenstädte sind gestorben bevor es den Onlinehandel gab. Ansonsten sagte ich ja, dass es vielfältige Gründe gab und Parkgebühren bzw. schlechte Erreichbarkeit mit dem Auto eben nur ein Faktor war. Könnt ihr gerne ignorieren, entspricht aber den Erfahrungen der entsprechenden Kommunen.

Was du beschreibst, klingt für mich wie ein Ablasshandel. Wir rechtfertigen etwas zu dürfen, weil wir viel Steuern bezahlen. Viel ist sehr relativ. Der Preis für den Ablasshandel mit den Steuern kann es nicht sein, dass wir uns als Gast auf dem Planeten Erde eine Hoffnungslosigkeit für Flora, Fauna sowie für unsere Jugend erkaufen.

Wir sind rund 200 Staaten auf der Erde. Warum muss man Weltmarktführer sein? Durchschnitt ist super weil es besser ist, als es 49,99% auf der Erde haben. Ich kann an einem Tag eine Millionen Sägen verkaufen. Super Geschäft. Ich bin dann Weltmarktführer in einem Land in dem es dann keine Bäume mehr gibt.

Reaktivierung von Bahnstrecken klingt gut, eventuell sogar auch in Verbindung mit Elektrorollern und Elektroscootern mit Stationen in Anlehnung an Carsharing. Auch Trassen für autonome Fahrzeuge wird es dann wohl geben.

Verkehrswende sofort,
nicht nur für uns, auch für die Küstenlinie in Bangladesch und den Niederlanden.
LG
Weißt du was sich global ändern würde, wenn Deutschland morgen komplett von der Landkarte verschwinden würde? Nichts! Ich will eben keinen grünen Ablasshandel, wie in die entsprechenden Politiker fordern. Ich will das wir uns global wieder an die Spitze des technologischen Fortschritts setzen. Den Wohlstand, den wir uns als Gesellschaft in den letzten 80 Jahren erarbeitet haben, ist nicht selbstverständlich. Der ist weder vom Himmel gefallen noch ist er unendlich uns gegeben. Dafür muss man arbeiten. Das geht aber nicht, wenn man mit Lust an Selbstzerstörung jegliche Grundlagen zerstört, wie ihr es vorschlagt. Gut, wenn alle nichts mehr haben, ist es natürlich auf eine perverse Art gerecht. Ich würde dann lieber den Wohlstand zum einen weiter vermehren und zum anderen besser Verteilen.
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Martha
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Re: Verkehrswende

#27

Beitrag von Martha » So 10. Mär 2019, 21:07

Steile Thesen und aktuelle Gegenbelege
https://www.forbes.com/sites/carltonrei ... -analysis/
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Re: Verkehrswende

#28

Beitrag von andreasz » So 10. Mär 2019, 23:12

Martha hat geschrieben:
So 10. Mär 2019, 21:07
Steile Thesen und aktuelle Gegenbelege
https://www.forbes.com/sites/carltonrei ... -analysis/

typischer Fall von Korrelation und Kausalität. Während also in Madrid das Weihnachtsgeschäft sich insgesamt um 3,3 % steigerte, konnte in Deutschland im gleichen Zeitraum ein Plus von 4 % vermerkt werden.

https://einzelhandel.de/images/presse/P ... 018-PK.pdf

Hat das Auto also ein paar Prozentchen gekostet...

In einer alternden Gesellschaft in einem Land, dass nicht an der Küste liegt und es Erhebungen jenseits der 50 Meter gibt, ist es ideologischer Verblendung, wenn man mit aller Macht den motorisierten Individualverkehr verbieten möchte.

Macht doch mal sinnvolle Vorschläge. Verbot von SUV Fahrzeugen in der Stadt, sowie Verbot von hohen PS Zahlen in der Stadt. Man könnte auch eine Gewichtsbegrenzung, sowie eine Begrenzung der Außenmaße einführen. Ausbau des PuR, des Schienennetzes sowie des öffentlichen Nahverkehrs. Verbot von Inlandsflügen sowie exponentielle Besteuerung von Auslandsflügen. Förderung des autonomen Fahrens sowie Installation von intelligenten Fahrleitsystemen mit denen die Fahrzeuge direkt verbunden sind. Ausbau der E-Infrastruktur.
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Re: Verkehrswende

#29

Beitrag von Querdenker » Mo 11. Mär 2019, 05:52

Durch eine Verkehrswende verschwindet Deutschland nicht von der Landkarte,
aber die Zukunft wird zeigen, ob es dann braun oder grün ist. Braune karge unfruchtbare Erde oder grüne blühende Landschaften mit Humus in den Böden und einer Artenvielfalt an Leben. Das ist das Ziel. (und es sei bemerkt, andere verschwinden, weil sie in den Ozeanen durch unser Handeln versinken)

Diese Artenvielfalt zu erhalten oder nicht weiter zu zerstören, dieses ist im Moment unser größtes Problem. Wir zerstören rasend schnell und gründlich und haben immer eine Rechtfertigung. Wir denken zu Lange über Verkehrswende nach und müssen schneller handeln. Jeder Bürger kann sein Verhalten schneller als das Gesetz mit seiner Prozedere ändern. Wir sind Gast auf der Erde, aber benehmen uns wie Ungeziefer für das Klima. Die Erde kann nicht reden, aber die Ursachen für den Schmerz ist der Mensch. Andere Denkungsweisen sind gefragt.
Wer auf die Erde spuckt, spuckt auf seine Mutter Erde.

Was sich global ändern würde?
Eine Menge, denn es kann nicht schaden eine Vorbildfunktion für Klima zu haben wenn wir in möglichst vielen Bereichen besser werden. Wenn wir anderen zeigen, dass wir es können, dann machen wir anderen auch Hoffnung. Im Moment sind wir zu oft schlechtes Beispiel.

Man muss auch nicht mit Umweldferkeln* national oder international kooperieren. Schließlich wirkt das auch am Ende wie eine Prostitution für Geld. Es kann genauso gut kommen, dass andere nicht mehr mit uns kooperieren, weil wir einfach zu schmutzig sind. Im normalen Leben umgibt man sich auch vorzugsweise mit Menschen die einem gut tun und nicht mit denen, die die Lage Anderer ausnutzen. Wir betreiben eine Art Holocaust mit unserem Klima.

Umweldferkeln*
Abgaswerte waren nicht gut.
Folge: Autos werden subventioniert abgeben.
Selber neues Auto kaufen. (mit bester Technologie oder auch wieder nicht)
Andere Länder weiter mit unseren unerwünschten zum Teil fast neuen Klimakillern fahren lassen.
(Ein Restaurant würde man bei solch unprofessionellem Handeln schließen müssen. Es könnten auch mal Berufsverbote oder die Fähigkeit Unternehmen zu leiten, in der Automobilindustrie ausgesprochen werden. Wenn jemand ein Unternehmen nachweislich nicht den Gesetzen entsprechend leiten möchte, muss die Allgemeinheit auch besser für die Zukunft geschützt werden.)

Wir benötigen Verantwortung und nicht, das Verschleudern von alten Stinkern an unsere Freunde ins Nachbarland oder Verschiffung unserer Abgas-geprellten Autos in andere Kontinente. Wenn die Voraussetzung für eine gute Zusammenarbeit guten Charakters währe, könnten wir bessere Geschäfte machen. Wir reden uns das so oft so einfach und reichen dann unseren Dreck weiter.
Sprache kann immer alles kaputt oder schön reden. Ausgestorbene Arten können sich aber nicht an einer Diskussion beteiligen.

Es wird Zeit den Feinstaub in den Köpfen der Massen wegzupusten damit wir ins gestalten kommen.
Hierzu müssen wir begreifen!
Steuern sind kein Ablasshandel. Verkehrswende sofort auch wenn es weh tut.
Meine Anregung
Auch den Bereich Denkanstöße, was können wir besser machen nutzen.
Ein Vorschlag = ein Satz mit ich wünsche mir das.......
Hier können wir Ideen Sammeln und es geht nicht so schnell in der Masse an Text verloren
LG
Gemeinsamkeit ist auch wenn alle Mauern in den Köpfen haben.
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Re: Verkehrswende

#30

Beitrag von Martha » Mo 11. Mär 2019, 10:07

Zunächst mal fände ich es noch gut, weil mir das,völlig durchgegangen war, wenn du zumindest einen Link anführst, der besagt, dass Deutschland Weltmarktführer in Toilette sei, wie du es vorstehend implizierst.


andreasz hat geschrieben:
So 10. Mär 2019, 23:12

In einer alternden Gesellschaft in einem Land, dass nicht an der Küste liegt und es Erhebungen jenseits der 50 Meter gibt, ist es ideologischer Verblendung, wenn man mit aller Macht den motorisierten Individualverkehr verbieten möchte.
Das finde ich ehrlichgesagt asozial (und ich sage bewusst nicht unsozial im Sinne von du bist nicht Lage, es sozialer zu erfassen, sondern im Sinne von du kannst durchaus, aber entscheidest dich anders). Weil wir individuell sowie insgesamt als Gesellschaft altern, sind die Jugendliche nicht wichtig, und weil in Deutschland nur rund ein Drittel unter Wasser fiele, ist der Rest der Welt nicht wichtig? (Das zeigt noch mal, wie notwendig, die Streiks der FFF sind)
Das zu diskutieren lehne ich ab, allein schon weil die Zwangsmigration, die diese Haltung auslöst, sowie die berechtigte aufkommende Revolution der Jugendlichen unverantwortlich ist.

Darüber hinaus ist der allein reflexhafte Aufschrei aber die Arbeitsplätze schon dadurch obsolet, dass in großen Teilen der Welt der deutsche Autodreck eh nicht mehr oder nicht mehr lange loszuschlagen ist.

Vorschläge hatte ich gemacht: innerstädtisch auf den großen Straßen Tempo 40, Nebenstraßen Tempo 20, Landstraße Tempo 60, Autobahnen Tempo 80, statt der Panzer Autos Richtung Rennpappe, Share-Kleinstscooter für die letzte Meile (da macht man jetzt ja gute Vorerfahrungen mit den öffentlichen Rädern zB im HVV), Verringerung der "Vielfalt" und des Tempos der Modellerneuerungen, weil das eh nur Propaganda zwecks schnellerem Neukauf mit enormer Ressourcencerschwendung bewirkt, Steuern auf Individualverkehr ungedeckelt prozentual zum Einkommen zur Weiter-Finanzierung des kostenlosen ÖPNV und Schienenausbaus, der in öffentlichem Eigentum bleiben wird, Vorfinanzierung des ÖPNV, da nur angenommen werden kann, was bereits existiert, ...

Und dein Vergleich des deutschen mit dem spanischen Konsum ist so illegitim, dass du es selber wissen musst, nachdem DE dank der EU die "Mitbewerber", also eigentlich die Partnerstaaten, durch extremes Lohndumping ausbluten konnte mangels Möglichkeit der anderen Staaten, ihre Währungen anzupassen.

Deutschland ist also kein Held, sondern ein Täter, und man könnte glauben, daran möchtest du mit deinem obigem Zitat anschließen.
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Re: Verkehrswende

#31

Beitrag von Querdenker » Fr 15. Mär 2019, 19:53

Der Bundestag beschließt ein Gesetz gegen Dieselfahrverbote.
Begründung ist eine angebliche Unverhältnismäßigkeit.
Grenzwerte die laut EU bei 40 liegen, greifen somit erst ab 50 Mikrogramm Stickoxid pro m³.

Meine Meinung
Kein Anreiz für eine Verkehrswende, eher kontraproduktiv.
Im Prinzip haben wir ja in Deutschland in sozialen Bereichen oder Steuerrecht Fallbeilpauschalen. Ich rege hier an, die Argumentation unserer Politiker auf andere Bereiche in unseren Gesetzen auszuweiten. Kindergeld, BAföG....

Als Argumentationshilfe für unsere soziale Gerechtigkeit möglicherweise ein großer Schritt. Wenn unsere gewählten Bürger im Bundestag argumentieren, dass es bei den Bemessungen der Stickoxidwerte eine Unverhältnismäßigkeit gibt, dann dürfen wir diesen Begriff für andere Bereiche aufgreifen und höflich bitten, mal ein paar Gesetze anpassen zu lassen. (z.B. Hinzuverdienst-grenzen BAföG, Kindergeld...)
Das mit der 25% prozentigen Überschreitung von 40 auf 50 halte ich für maßlos. Die Antwort auf Unverhältnismäßigkeit kann nicht Maßlosigkeit sein.Toleranz maximal wie bei einer Tachoabweichung wenn es glaubhafter klingen soll und eine Verkehrswende ernsthaft gewünscht ist.
Ich rechne einmal nach. 2 mal 3 macht 4 und 3 macht neune. Nun ja, stimmt alles für den, der die Gesetze macht. Für die Verkehrswende halte ich dieses neue Gesetz für kontraproduktiv aber für die neue Argumentationshilfe können wir dankbar sein. Und hier zeigt es sich, die Antwort auf alle Fragen ist 42. :D 42 Mikrogramm Stickoxid pro m³. Zumindest eine Toleranzüberschreitung die mit 5% statt 25% nicht maßlos klingt. Währe doch ein Anfang.
LG
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Re: Verkehrswende

#32

Beitrag von Martha » Fr 15. Mär 2019, 22:16

Das passt ja.
Heute sind wir als Ordner bei den Schülern FFF in Hamburg mitgegangen - 8000 Teilnehmer, schon an geschätzten 8 Jahren eigenständige Teilnahme, nicht als Mitläufer bei den Eltern - und dann diesen Schlag direkt in die Fresse.

Ich warte auf die entsprechende Reaktion. Wegen anhaltender Verbrechen der Politik gegen die Menschen!
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Re: Verkehrswende

#33

Beitrag von Querdenker » Mo 18. Mär 2019, 12:27

#11 von Martha » Mo 4. Mär 2019, 22:01
Ach ich hätte auch nichts gegen 20 und 40 Städten, solange dort noch Individualverkehr zugelassen ist, 60 auf Landstraßen und 80 oder 90 auf Autobahnen
Das denke ich auch.
Das sollte das Ziel sein, solange noch Individualverkehr zugelassen ist.

Warum wird das nicht besser umgesetzt?
Ein Privates Auto sollte kein Sportgerät zur Auslebung eines Ego sein.
Umweltbelastend sind nicht nur Abgase. Auch der Lärm kann reduziert werden, wenn man langsamer fährt. Was vielfach außer betracht bleibt ist ein nicht verhältnismäßiger Anhalteweg bei einer Vollbremsung. Eine Vollbremsung bei 180 km/h ist allgemein nicht beherrschbar.
180 km in der Stunde zu fahren heißt in zwei Sekunden eine Strecke von 100 Metern zurückzulegen.
180km/h x 1000m / 60Minuten / 60 Sekunden entsprechen 50 Meter in einer Sekunde.
Man hört dabei Radio, manche haben dabei eine Kippe in der Hand, es kommen Windböen, plötzliche Nässe, Wildwechsel, Stauende etc.
Bei einer Vollbremsung kommt hier schnell ein Anhalteweg von über 200 Metern zu Stande.
Es ist nicht nur unverantwortlich für die Umwelt, es ist auch unklug für einen selbst seine eigenen Grenzen schön zu reden.
100km/h auf Autobahnen entspricht immer noch einer zurück gelegten Strecke von rund 28 Metern in einer Sekunde. Der Anhalteweg bei einer Gefahrenbremsung liegt aber allgemein bei deutlich unter 100 Metern bei guten Witterungsverhältnissen.
Für eine glaubhafte Verkehrswende brauchen wir nicht nur Tempoeinschränkungen aus Vernunftgründen, wir benötigen auch gesetzliche Vorgaben für maximale Motorenleistungen aus Klimaschutzgründen. Nur weil sich jemand leisten kann sich mit 500 PS im öffentlichen Raum zu bewegen, bedeutet das nicht, dass jeder dieses auch tolerieren muss.
LG
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Re: Verkehrswende

#34

Beitrag von Querdenker » Mo 18. Mär 2019, 19:34

Einen Pkw als Fahrzeug zu bezeichnen, ist wohl eine Mogelpackung. Wohl weitaus mehr als 90% seines Daseins bewegt es sich nicht und ist sozusagen mehr ein Stehzeug als ein Fahrzeug. Wertvolle Ressourcen, die überwiegend herumstehen, ungenutzt sind und kostbare Bodenflächen blockieren, die von der Natur besser genutzt werden könnten. Autos, soweit erforderlich, müssen besser ausgelastet werden, damit wir in den Städten Flächen besser nutzen können. Mehr Menschen müssen sich Autos teilen. Eine Verkehrswende ist nicht nur von der Politik umzusetzen, sondern auch im Denken und Handeln der Bürger. Statussymbole wie mein Haus, mein Auto, mein Boot sind nicht mehr zukunftsträchtig, wenn das Klima dabei Verlierer ist. Man sollte ein Auto zur Zeit als notwendiges Übel betrachten, mehr nicht. Weniger ist mehr für zukünftige Generationen.
LG
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Martha (Mi 20. Mär 2019, 10:56)
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Re: Verkehrswende

#35

Beitrag von andreasz » Mo 18. Mär 2019, 21:59

Toll, hat das Forum meinen Post gefressen... also nochmal, etwas verkürzter.
Martha hat geschrieben:
Mo 11. Mär 2019, 10:07
Zunächst mal fände ich es noch gut, weil mir das,völlig durchgegangen war, wenn du zumindest einen Link anführst, der besagt, dass Deutschland Weltmarktführer in Toilette sei, wie du es vorstehend implizierst.
Du ließt Zeitung, Nachrichten? Zu der Zeit wurde Akk mäßig humorvoller Herrenwitz durchs mediale Dorf getrieben. Dazu gab es eine nette Toilettendebatte rund um diverse Geschlechter. Ich dachte, meine Anspielung wäre offensichtlich.
andreasz hat geschrieben:
So 10. Mär 2019, 23:12

In einer alternden Gesellschaft in einem Land, dass nicht an der Küste liegt und es Erhebungen jenseits der 50 Meter gibt, ist es ideologischer Verblendung, wenn man mit aller Macht den motorisierten Individualverkehr verbieten möchte.
Das finde ich ehrlichgesagt asozial (und ich sage bewusst nicht unsozial im Sinne von du bist nicht Lage, es sozialer zu erfassen, sondern im Sinne von du kannst durchaus, aber entscheidest dich anders). Weil wir individuell sowie insgesamt als Gesellschaft altern, sind die Jugendliche nicht wichtig, und weil in Deutschland nur rund ein Drittel unter Wasser fiele, ist der Rest der Welt nicht wichtig? (Das zeigt noch mal, wie notwendig, die Streiks der FFF sind)
Das zu diskutieren lehne ich ab, allein schon weil die Zwangsmigration, die diese Haltung auslöst, sowie die berechtigte aufkommende Revolution der Jugendlichen unverantwortlich ist.
Ich hab mich da wohl etwas schlecht ausgedrückt. Mir ging es darum hinzuweisen, dass Deutschland nicht flach ist. Das die deutsche Gesellschaft nicht im urbanen Zentrum lebt, Grün wählt und 25 Jahre alt ist.

Wir brauchen auch in Zukunft eine sinnvolle individuelle Mobilität.

Darüber hinaus ist der allein reflexhafte Aufschrei aber die Arbeitsplätze schon dadurch obsolet, dass in großen Teilen der Welt der deutsche Autodreck eh nicht mehr oder nicht mehr lange loszuschlagen ist.
Wann warst du das letzte mal in einem anderen Land als Deutschland?
Fossile Mobilität Made in Germany wird noch Jahrzehnte weltweit gefragt sein.
Und dein Vergleich des deutschen mit dem spanischen Konsum ist so illegitim, dass du es selber wissen musst, nachdem DE dank der EU die "Mitbewerber", also eigentlich die Partnerstaaten, durch extremes Lohndumping ausbluten konnte mangels Möglichkeit der anderen Staaten, ihre Währungen anzupassen.
Sorry, wenn dich die Fakten verunsichern. Durch Ablenken wird es aber auch nicht besser. Der Verbot der Autos hatte keinerlei positiven Effekt. Vermutlich auch keinen negativen. Da müsste man jetzt mal schauen, inwiefern sich der Handel in vergleichbaren Metropolen entwickelt hat. Mal ins blaue geraten werden Metropolen und ihre Einkaufsmeilen von je her nicht gerade von automobilen EInkaufsjunkies besucht, sondern eher von Touristen und Anwohnern, die meistens zu Fuß unterwegs sind.


Deutschland ist also kein Held, sondern ein Täter, und man könnte glauben, daran möchtest du mit deinem obigem Zitat anschließen.
Alles, was wir in Deutschland unternehmen, ist im globalen Kontext nicht mal eine Fußnote wert. Alles, was wir im globalen Kontext unternehmen könnten, wäre entweder rassistisch, kolonialistisch oder schlicht Einmischung in Staaten, die uns auf die eine oder andere Art in eine rauchende Kraterlandschaft verwandeln würden.

Schlag doch mal in der UNO und der WTO vor, Staaten wie Indien und Pakistan, Religionen wie dem Islam oder den diversen südlichen shithole-Countrys auf den südlichen Kontinenten eine strikte Geburtenkontrolle vorzuschreiben und sie andernfalls vom internationalen Handel komplett auszuschließen...über die Antwort wäre man in Berlin imho not amused...

Schlag vor, die Berechnung des co2-Ausstoßes der restlichen halbwegs zivilisierten Welt auf pro-Kopf-Basis umzustellen und Reduzierungen durchzusetzen... mit schmerzhaften und verbindlichen Konsequenzen bei nicht Einhaltung.


Ich weiß nicht ob eine wirklich umfassende Klimapolitik überhaupt angenommen würde. Mann könnte beispielsweise Nukleartechnik weiterentwickeln, einmal um verschiedene Probleme der aktuellen Atommeiler zu lösen, aber auch um eine Absicherung zu haben, falls es mit den Erneuerbaren doch nicht so ganz klappt. Damit könnten man einen Worst-case schon mal abwenden.

Doch selbst mit einer Energieversorgung aus Quellen mit niedrigen Emissionen hat man aber immer noch gewisse Emissionen. Für eine klimaneutrale Lebensweise müsste man zusätzlich aktiv Treibhausgase entnehmen, also Geoengeneering. Damit sich die Bevölkerung aber nicht aufregt nennt man es „Aufforstung“, das hat dann natürlich auf vielfältige Auswirkungen auf das Klima, aber es klingt weniger gefährlich und ist in den Augen vieler Personen sogar wünschenswert.

Natürlich benötigt die Menschheit aus verschiedensten Gründen immer mehr Land, hier könnte es Konflikte geben ob und wie viel Land nun dafür verwendet werden sollte. Es wäre wohl auch nur eine Lösung auf Zeit, und würde eventuell zu so was wie Meeresdüngungen führen (andere Form des GE) um weitere CO2-Senken zu bilden.

Nun reicht es ja nicht einmal die Emissionen auf Null zu bekommen, da es selbst damit viele Jahrzehnte dauern würde bis sich das Klima stabilisiert. Damit könnten einige Regionen der Erde bereits gewaltige Probleme mit z.B. Dürren bekommen. Hier müsste die Entscheidung getroffen werden, ob man diese Regionen mitzieht/miternährt, oder man mit allem was man hat dagegen angeht. Im dem Fall also Gentechnik für die Nutzpflanzen und andere Formen des Geoengeneerings, welche Temperatur und Niederschlag zielgerichteter beeinflussen.

All diese Dinge benötigen aber nicht nur Geld, sondern auch sehr viel Zeit um Erfahrungen im praktischem Umgang zu erhalten. Man müsste also jetzt damit anfangen aus den Laboren raus zu gehen und reale Daten zu sammeln.

Das Problem ist nur teilweise die Politik, die wird immer hinterherhinken, das ist unvermeidlich. Die Gesellschaft diskutiert nämlich nach wie vor nur darüber irgendwie und irgendwo was gegen den Klimawandel zu machen. Die Diskussion was aber überhaupt nötig wäre um klimaneutral zu werden wird bereits verlogen geführt.
Da weniger Emissionen, hier mehr Elektroautos, dort weniger Fleischkonsum, das ist dann bereits genug Gesprächsstoff um zu verhindern, dass die Diskussion einen Schritt weiter geht. Viel zu oft wird es auf weniger Emissionen = klimaneutral reduziert.
Weniger Emissionen reichen eben nicht aus um klimaneutral zu werden.
Zur Frage ob man überhaupt den Klimawandel in Teilbereichen zurück drehen sollte/muss wird gar nicht gestellt, da wir schon vorher stecken bleiben.

Aber jetzt stellt euch mal vor eine politische Partei würde all diese Punkte umzusetzen. Es würde mich nicht wundern wenn Umweltverbände und Umweltaktivisten die ersten wären welche dagegen protestieren würden: Atomenergie, Gentechnik, direkte und indirekte CO2-Speicherung, Laborfleisch, Geoengeneering zur Kontrolle von Temperatur und Niederschlag, Geburtenkontrolle, da ist für jeden was dabei dagegen zu sein.

Es hat sich also nichts geändert: Jeder will die Welt retten, aber nur mit Ideen die man selber gut findet, Visionen welche man selber teilt, und Ideologien an die man selber glaubt. Fakten stören da nur.

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Re: Verkehrswende

#36

Beitrag von Querdenker » Di 19. Mär 2019, 06:35

Schlag vor, die Berechnung des co2-Ausstoßes der restlichen halbwegs zivilisierten Welt auf pro-Kopf-Basis umzustellen und Reduzierungen durchzusetzen... mit schmerzhaften und verbindlichen Konsequenzen bei nicht Einhaltung.
Eine Sache erst mal von einer moralischen Seite zu betrachten ist ja nicht falsch. Das Problem sehe ich aber in Äußerungen von einer restlich halbwegs zivilisierten Welt zu reden. Warum sollten Länder die industriell nicht den "Top technischen Stand" haben, sich gefallen lassen, dass andere das Klima maßgeblich mit aufheizen? Inwieweit darf man sich da überhaupt zivilisiert nennen? Insofern ist der Ansatz eine pro Kopf Basis vernünftig denn es heißt ja: "Was du nicht willst, dass man dir tu, das füg auch keinem andern zu." Wir sollten mal die Co2 pro Kopf Emmissionen von drei Ländern vergleichen.
Indien, Deutschland, USA. Wir reden hier nicht von ein paar Prozent Unterschiede. Das Verhältnis grob geschätzt 1 zu 5 zu 8.
Bemerkenswert der Aufschrei eines Bauern aus Peru. Er verklagte 2016 einen deutschen Energieriesen. Schmelzwasser von Gletschern das ein Dorf bedroht, muss aufgefangen werden, Dämme hierfür scheinen nicht sicher zu sein.
Autos zu verbieten treibt die Menschen, die einfach nur versuchen in dieser Welt klar zu kommen, nur noch weiter nach Rechts.
Das mag teilweise so sein, von daher ist es wichtig die Notwendigkeit einer vielseitigen Verkehrswende zu vermitteln.
Ein Aufschrei der Jugend. "Fehlstunden verkraften wir, Klimawandel nicht."
LG
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Re: Verkehrswende

#37

Beitrag von andreasz » Di 19. Mär 2019, 18:30

Querdenker hat geschrieben:
Di 19. Mär 2019, 06:35
Schlag vor, die Berechnung des co2-Ausstoßes der restlichen halbwegs zivilisierten Welt auf pro-Kopf-Basis umzustellen und Reduzierungen durchzusetzen... mit schmerzhaften und verbindlichen Konsequenzen bei nicht Einhaltung.
Eine Sache erst mal von einer moralischen Seite zu betrachten ist ja nicht falsch. Das Problem sehe ich aber in Äußerungen von einer restlich halbwegs zivilisierten Welt zu reden. Warum sollten Länder die industriell nicht den "Top technischen Stand" haben, sich gefallen lassen, dass andere das Klima maßgeblich mit aufheizen? Inwieweit darf man sich da überhaupt zivilisiert nennen?
Wer heizt denn heute noch maßgeblich auf? Wer ist für die größten Umweltsünden verantwortlich? Mal ein schönes Beispiel.

Bild

Insofern ist der Ansatz eine pro Kopf Basis vernünftig denn es heißt ja: "Was du nicht willst, dass man dir tu, das füg auch keinem andern zu." Wir sollten mal die Co2 pro Kopf Emmissionen von drei Ländern vergleichen.
Indien, Deutschland, USA. Wir reden hier nicht von ein paar Prozent Unterschiede. Das Verhältnis grob geschätzt 1 zu 5 zu 8.

Der Anteil Deutschlands am Ausstoß sind 750 Millionen Tonnen, Tendenz fallend. Indien ist bei 2100 Millionen Tonnen angekommen, Tendenz steigend. USA liegt bei 5000 Tonnen, Tendenz steigend. China als Hauptverursacher liegt bei 10000 Tonnen, Tendenz steigend.

https://www.iwd.de/artikel/klimapolitik ... lt-366033/

Beim Ausstoß pro Person in Tonnen durch Nutzung fossiler Brennstoffe liegen wir um die 8,88. Spitzenreiter hier sind:

Katar 30,77
Curaçao 25,92
Kuwait 22,25
Bahrain 20,8
Vereinigte Arabische Emirate 20,69
Gibraltar 18,99
Saudi-Arabien 16,34
Australien 16
Trinidad und Tobago 15,47
Vereinigte Staaten von Amerika 14,95

http://www.spiegel.de/wissenschaft/mens ... 47128.html
Das mag teilweise so sein, von daher ist es wichtig die Notwendigkeit einer vielseitigen Verkehrswende zu vermitteln.
Ein Aufschrei der Jugend. "Fehlstunden verkraften wir, Klimawandel nicht."
LG
Ich seh halt keine Verkehrswende, sondern nur grüne Verbiteritis und Bevormundung, während man selbst zum shoppen nach Kalifornien fliegt und da ein Eis mit dem Plastiklöffel aus dem Wegwerfbecher isst.

Wo sind die Konzepte für autonomes Fahren. Wo ist die Förderung der e-Mobilität. Warum werden die Verursache der Dieselkrise nicht bestraft. Es gibt ja Filter für die aktuellen Fahrzeuge. Die sind nur den Herren in Wolfsburg, Stuttgart und München zu teuer. Da schmiert man lieber ein paar Politiker. In Berlin lässt sich die aktuelle Senatorin dafür feiern, dass sie die Parkgebühren von 2 auf 3 Euro erhöht. Das soll helfen die Luft sauber zu machen...
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Re: Verkehrswende

#38

Beitrag von Querdenker » Mi 20. Mär 2019, 06:55

Es gibt immer verschiedene Möglichkeiten eine Statistik zu lesen.
Es mag sein, dass andere Länder mehr am Artensterben beteiligt sind, als Deutschland. Sicherlich liegen wir im Bereich pro Kopf Co2 Ausstoß fossiler Brennstoffe auch nicht auf Platz 1. Dennoch liegen wir wohl im Bereich der oberen 15% aller Länder auf der Erde.(Schätzung)
Inwieweit es legitim ist, Länder in Statistiken argumentativ aufzuführen, die eine Einwohnerzahl von 161.000 Menschen aufweisen wie Curaçao z.B. und Deutschland daher als nicht ganz so schlimmer Umweltsünder darstellen, möge jeder selber beurteilen. Kein Mensch kommt auch auf die Idee zu sagen, Indien, macht es doch so wie wir in Deutschland, wenn ihr fünf mal mehr Co2 pro Kopf verbraucht, dann seit ihr im legitimen Bereich, weil ihr dann immer nur noch ein Drittel von Curaçao benötigt.
Statistiken kann man sich schön reden. Wenn wir weniger zerstören, dann zerstören wir immer noch.
Eine Verkehrswende ist keine Schikane, sie ist eine sinnvolle Handlung um besser mit fossilen Brennstoffen umzugehen und damit das Klima und die Artenvielfalt zu schützen.
LG
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Re: Verkehrswende

#39

Beitrag von Martha » Mi 20. Mär 2019, 11:13

Also ich bin nicht aufgestanden, um mich hinzulegen weil alles gut ist und man ein klitzekleines bisschen hier oder da schrauben könnte. Ich bin aufgestanden, weil zu vieles grundsätzlich falsch läuft und laufen muss, solange wir (diesen) Kapitalismus haben.
Das ist übrigens auch das, wozu sich alle aufsteherinnen committet haben, denn das ist die Quintessenz des Gründungsaufrufs. Insofern weiß ich gar nicht, wieso hier darum diskutiert wird 😲

In der Tat lasse ich mich von solchen Nebensächlichkeiten wie Toilettendiskussionen nicht ablenken; falls ich mal cui-bono-Medien anschaue, rauscht sowas bei mir durch. Meine Kraft ist woanders deutlich richtig aufgehoben, nämlich im vorstehend bemerkten aufstehen statt sich in Resignation oder Lethargie zu ergehen, dass ich persönlich, Deutschland, Europa, wer auch immer doch nichts ändern könne.

Das ist nicht aufstehen
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Re: Verkehrswende

#40

Beitrag von Querdenker » So 24. Mär 2019, 23:03

Hier muss noch viel mehr passieren, sonst wird das nichts.
Mitzeichnen der Pettition 89913 Tempolimit 130km/h auf deutschen Autobahnen.
https://epetitionen.bundestag.de/petiti ... chnen.html
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Re: Verkehrswende

#41

Beitrag von Querdenker » Fr 12. Apr 2019, 19:33

Umweltspuren
Ein Versuch, Fahrverbote zu umgehen und das Klima zu schonen. Umweltspuren zur Optimierung der Verkehrsflüsse.Taxis, Elektroautos, Busse und Fahrräder könnten diese extra Spuren nutzen. Mir gefällt dieses Konzept. Manche Medien schmeißen schon wieder mit Begriffen wie Irrsinn und Gaga um sich. Schade, ich finde diese Umweltspuren gut. Vielleicht ist man irgendwann auch soweit, dass PKWs Umweltspuren nur befahren dürfen, wenn dort mehrere Fahrgäste im Auto sitzen.
Eine Verkehrswende muss in allen Köpfen stattfinden und Medien die kontraproduktiv den Menschen das Denken für eine höhere Leserquote abnehmen wollen, passen da weniger in unsere Zeit.
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Re: Verkehrswende

#42

Beitrag von Martha » So 14. Apr 2019, 09:41

In den usa gibt oder gab es diese Pendler-Schnellspuren, die nur mit mehreren Insassen benutzt werden dürfen; ist oder war ein gutes Geschäft für Rentner -> Miet-Mitfahrer, hat den Verkehr nicht vermindert.

Das zum Thema "umgehen". Es ist wie beim Raucherschutzgesetz: es helfen keine kreativen Ideen, es helfen Verbote.
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Re: Verkehrswende

#43

Beitrag von Querdenker » So 14. Apr 2019, 13:38

@Martha
Es wird wohl so sein, dass in vielen Bereichen der Gesellschaft soziale Gedanken durch persönliche Vorteile ausgenutzt werden. Das sollte uns nicht davon abhalten, Vorschläge zu unterbreiten.

Auch wenn 10 oder 20% in der Praxis Umweltspuren zum eigenen Vorteil zweckentfremden sollten, indem sie Rentner benutzen um Umweltspuren befahren zu können, würde ich daran festhalten. Die Kfz Versicherer könnten Auflagen erhalten, nachdem die regelmäßige organisierte Mitnahme von Gelegenheitsmitfahrern als gewerbliches Handeln eingestuft wird und nicht normal versicherbar ist. Ob dieses dann dennoch viele machen würden, wenn der Versicherungsschutz im Schadensfall aufgehoben würde, bezweifel ich.
Letztendlich ist dieses ja ein Fahren ohne Fahrerlaubnis und somit Betrug. Strafe z.B. hier Entzug der Fahrerlaubnis oder auch Sozialstunden als Abschreckung wegen Versicherungsbetrug , Ausbeutung der Gesellschaft und Klimaschädigung in einem nicht gesetzlich vorgesehenem Rahmen. Auch kann Personen die Fähigkeit entzogen werden, ein Fahrzeug zu besitzen wenn diese nicht bereit oder in der Lage sind diese bestimmungsgemäß zu benutzen.
Eine Verkehrswende muss schnell erfolgen, und das in vielen Bereichen, denn uns läuft die Zeit davon.
1,5 Grad Erderwärmung im Durchschnitt scheinen eingeplant. Zur Erinnerung. Tag und Nachttemperatur in Deutschland im Schnitt 9,6°C.
In 20 Jahren (?) vereinfacht dargestellt also 9,6+1,5=11,1°C?
Kann aber auch bedeuten 5 Grad wärmer im Sommer und 3,5 Grad kälter im Winter. Die Differenz beträgt auch 1,5°C.
Wir sollten uns nicht auf Computersimulationen der Wissenschaft verlassen. Die Erfahrung zeigt das es oft schlimmer ist als man dann dachte.
Wenn wir Zweifel haben, dass wir etwas nicht perfekt lösen können, dann müssen wir wenigstens unser Bestes geben. Und das müssen wir sofort tun. Umweltspuren müssen in vielen Städten getestet werden um Informationen zu Sammeln. Hierfür müssen wir uns stark machen. Eine schnelle Verkehrswende ist auch ein Beitrag zum Erhalt unserer Artenvielfalt.
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Re: Verkehrswende

#44

Beitrag von Martha » Mo 15. Apr 2019, 11:27

Ich wollte damit auch keinesfalls zum Nichtstun aufrufen! Ich sehe auch, dass die Zeit zum Handeln jetzt ist. Das hat gestern "Die Anstalt" mal wieder deutlich aufgezeigt.
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Re: Verkehrswende

#45

Beitrag von Querdenker » Di 7. Mai 2019, 15:34

Parkgebühren für Fahrräder ???

Ein Tritt in den Allerwertesten für die Verkehrswende.
So manch ein Politiker hat hier scheinbar neue Ideen, die die Autoindustrie weiter puschen und das Radfahren unattraktiv gestalten.
Man könnte vielleicht auch auf die Idee kommen, Fußgänger stärker zu besteuern, da diese beim gehen schneller atmen als entspannte Autofahrer und somit mehr Kohlendioxid ausstoßen. ;)
Schade, dass in einer so wichtigen Zeit für das Klima Politiker die Verkehrswende verschlafen.
Hier scheint das Ego wohl am falschen Platz geparkt zu sein.
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Re: Verkehrswende

#46

Beitrag von Harald Uhlig » Mi 8. Mai 2019, 06:41

Wer hat denn die Parkgebühren für Fahrräder ins Spiel gebracht?
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Re: Verkehrswende

#47

Beitrag von Querdenker » Do 9. Mai 2019, 22:47

Die Forderung nach Parkgebühren für Fahrräder wurde gestern zurückgezogen.
Meinen Respekt dafür. Einsicht ist immer gut.

Was ich noch ärgerlich finde.
Einige Gemeinden versuchen besonders clever zu sein und verteilen Sanduhren an Autofahrer. Zweck ist es, das Kurzzeitparken mit diesen Sanduhren auch symbolisch zu legitimieren. 15 Minuten frei parken bis der Sand durchgelaufen ist. Auch mit einer alt bewehrten Parkscheibe ließe sich ein Zeitraum von 15 Minuten überblicken.
Schnick Schnack für die Umwelt und ein Anreiz zum Brötchenholen mal eben das Auto zu benutzen.
Schade, dass es so viele Bremser bei der Verkehrswende gibt. Damit der ÖPNV attraktiver wird, sollte auch Kurzzeitparken nicht unter 2€ kosten,
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Re: Verkehrswende

#48

Beitrag von Harald Uhlig » Fr 10. Mai 2019, 09:20

Hat alles zwei Seiten: In der Nähe meiner Arbeitsstätte gibt es einen Bäcker. Dort stehen im Halteverbot regelmäßig PKW dem Bus im Wege, weil die Leute (Fahrer oder Beifahrer) "mal schnell" zum Bäcker reingehen. Gegenüber ist ein Parkplatz mit "Brötchentaste". Gäbe es die nicht, würden noch mehr PKW den Verkehr behindern. LG
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Re: Verkehrswende

#49

Beitrag von Querdenker » Sa 11. Mai 2019, 06:01

#48 von Harald Uhlig » Fr 10. Mai 2019, 09:20
Hat alles zwei Seiten: In der Nähe meiner Arbeitsstätte gibt es einen Bäcker. Dort stehen im Halteverbot regelmäßig PKW dem Bus im Wege, weil die Leute (Fahrer oder Beifahrer) "mal schnell" zum Bäcker reingehen. Gegenüber ist ein Parkplatz mit "Brötchentaste". Gäbe es die nicht, würden noch mehr PKW den Verkehr behindern. LG
Man kann natürlich Fehlverhalten rechtfertigen, nur bringt dieses keinem einer Lösung näher.
Konsequent währe es, verstärkte Kontrollen und härtere Maßnahmen wegen regelmäßigen Verkehrsbehinderungen vorzunehmen.
Wenn dieses nicht funktioniert, dann auch darüber nachdenken ob Fahrverbotszonen einzurichten sind oder Straßenverkehr nur in einer Richtung zu leiten.
Ggf auch Politiker mal freundlich auf erfolgloses Handeln oder Nichthandeln hinweisen.
Man kann auch über eine Melde-App für Bürger diskutieren um Parkverstöße einzudämmen
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Re: Verkehrswende

#50

Beitrag von Harald Uhlig » Mo 13. Mai 2019, 09:54

An dieser Stelle wird nie kontrolliert. Vermutlich kann man in der Innenstadt viel effektiver Knöllchen verteilen und vielleicht sorgt auch der Bäcker dafür, dass seine Kunden nicht vergrault werden. LG
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