Die Macht der Konzerne

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Nils
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Die Macht der Konzerne

#1

Beitrag von Nils » Mi 10. Jul 2019, 21:26

Interview Jean Ziegler über den Kapitalismus (Zitat aus FoodFirst 2/2019)
:"Was so schlimm am Kapitalismus ist, ist nicht die Charakterlosigkeit der
Konzernherren. Es ist die Profimaximierung, welche dem kapitalistischen
System inhärent ist und letztlich den Planeten zerstört... wie es
überwunden werden kann - das lebt in uns als Utopie. Und wenn genügend
Bewusstsein und Gewissen vorhanden ist, kommt einmal der Moment, in dem
genügend Menschen aufstehen und das umsetzen. Wann das geschieht, weiß kein
Mensch. Aber es hat diese Momente in der Geschichte immer wieder gegeben.
Wir können die Politik ändern - und zwar in demokratischer Weise - das
sollte unser Ziel sein."

Nils: Wenn wir genau hinsehen, dann beuten einige wenige multinationale
Konzerne die Menschheit aus und zerstören die Erde. Es ist wie zur Zeit der
Sklavenhalter, nur brutaler und undurchschaubarer. Für ihren unermesslichen
Profit nehmen sie Hunger, Kriege, Krankheit und inneres Unglück der
Menschen in Kauf. Etwa eine Milliarde Menschen hungern und viele sterben
daran, obwohl es genug Reichtum auf der Erde gibt, um alle Menschen zu
ernähren. Nach den wissenschaftlichen Prognosen wird es bis 2100 eine
Klimakatastrophe unermesslichen Ausmaßes mit Milliarden von
Klimaflüchtlingen geben, weil die Menschheit nicht in der Lage ist die
Klimaerwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen. Es drohen Atomkriege zwischen den
Supermächten, die große Teile der Menschheit ausrotten könnten. Und im
Moment kann kein Mensch die Aufrüstung und Kriegstreiberei stoppen.

Wir können die Dinge ändern. Die Instrumente dazu besitzen wir. Es gibt
eine Demokratie in vielen Ländern der Welt. Das Grundprinzip der sozialen
Marktwirtschaft ist es, dass der Egoismus der Konzerne durch das Gemeinwohl
begrenzt wird. Es scheitert allein an der Umsetzung. Wir brauchen eine
weltweite Bewusstseinsveränderung, damit die Menschen nicht mehr die
Parteien der Konzerne wählen, sondern sich konsequent für ihre Interessen
engagieren. Und es ist notwendig, dass die fortschrittlichen Menschen aller
Richtungen zusammenarbeiten und sich nicht mehr gegenseitig bekämpfen. Und
das funktioniert nur, wenn wir in uns Frieden, Glück und Liebe erzeugen,
bevor wir äußerlich handeln. Es kommt das Zeitalter der Erleuchtung. Die
Dinge ändern sich von innen heraus. Die Aufstehen-Bewegung ist ein
wichtiger Teil der Veränderung der Welt. Sie darf nicht sterben. Sie muss
aufblühen. Und das wird sie meiner Meinung nach, wenn sie die richtigen
Schwerpunkte setzt.
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Harald Uhlig (Sa 13. Jul 2019, 14:11)
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