Aufruf zur Klima-Rettung

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Peter
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Aufruf zur Klima-Rettung

#1

Beitrag von Peter » Sa 12. Jan 2019, 04:35

Aufruf I zur Klima-Rettung (von Peter)
Zuletzt am 14. Februar 2019 überarbeitet:

Wir stehen am Scheideweg!

Der Klimakollaps hat dramatische Dimensionen angenommen. Er verändert weltweit schon jetzt Jahreszeiten, Wetter und Oberfläche unserer Erde und damit unsere einst stabileren Lebensgrundlagen. Orkane, Starkregenfälle, Überschwemmungen, Dürren und Waldbrände werden immer häufiger und stärker. Wüstenbildung, das Auftauen der Permafrost-Böden, das Schmelzen von Gletschern sowie gigantischer Pol- und Inlandseisflächen – all diese Prozesse laufen immer schneller ab, sogenannte „Kipppunkte“ wurden erreicht, viele der aktuellen Klimamodelle sind überholt.

Spätestens seit der „Club of Rome“ 1972 seine Studie „Die Grenzen des Wachstums“ veröffentlichte, weiß die Menschheit um das Problem der Begrenztheit und rücksichtslosen Übernutzung unserer Ressourcen. Seit 40 Jahren kennen wir den menschgemachten „Treibhauseffekt“ als Ursache der Erderwärmung. Durch unsere uneingeschränkte Verfeuerung fossiler Brennstoffe und - als Folge dessen - die Emission des Haupt-Klimakillers CO2.

Leben wir - auch nur annähernd - so weiter wie gehabt, dann besiegeln wir die unumkehrbaren Mechanismen zur großräumigen Zerstörung der Erde und weiter Teile ihrer Tier- und Pflanzenwelt - unserer aller Umwelt - durch Ressourcen-Raubbau und durch den Klimakollaps.
Für Klima, Umwelt und Natur heißt es doch schon jetzt: „Retten, was noch zu retten ist!“

Die einzige Alternative zur bisherigen blind-zerstörerischen Devise des „Augen zu und durch!“ lautet: Sofort Verantwortung übernehmen, sofort und konsequent alle dringend notwendigen Maßnahmen ergreifen, um die Erderwärmung zu bremsen, die schlimmsten Belastungen und Zerstörungen von Natur und Umwelt, von Luft, Wasser und Boden zu stoppen sowie - wo immer möglich - etwas am Klima und an der Natur wieder gutzumachen.
Noch können wir mit weltweit vereinten Kräften die Erderwärmung bremsen und evtl. sogar stoppen! Gemeinsam können und müssen wir unsere Erde für die kommenden Generationen retten!

Hierfür haben wir keinerlei Wahl-Möglichkeit: Denn entweder geben wir unseren wundervollen und einzigartigen Planeten der weitgehenden Zerstörung preis - durch die Profitgier der Konzerne, rücksichtsloser Ultra-Reicher und uneinsichtiger Mitbürger. Oder wir ändern radikal unser aller Leben und damit auch die Aufgaben, Funktionen und Strukturen unserer klimabelastenden - weil nahezu ausschließlich auf maximales Wachstum und Profit ausgerichteten – durchdigitalisierten Industrienationen.
Die Folgen von Turbokapitalismus, Globalisierung und Neoliberalismus zerstörten nicht nur das Klima sondern sie degenerierten in den vergangenen Jahrzehnten sogar unsere Gesellschaft - von einer einstmals sozialen zu einer regelrecht unsozialen Marktwirtschaft.

Um den Klimakollaps zu bremsen und gleichzeitig den hierfür notwendigen Umbau der Gesellschaft zu starten, müssen wir sofort damit beginnen, die Nutzung fossiler Brennstoffe und den Stromverbrauch in allen Lebensbereichen drastisch zu reduzieren. Jeglicher Verbrauch von fossilen Brennstoffen und dem daraus erzeugtem Strom muss künftig mit einem neuen, ganzheitlichen Bewusstsein und erst nach gründlicher Abwägung erfolgen, möglichst gering und kurzzeitig sein.

Wir alle müssen hierfür einiges an unserem gewohnten Leben ändern und - in allererster Linie – unsere gewohnte und so bequeme Mobilität aufgeben, also unseren Anteil am Flug-, Pkw- und Schiffsverkehr auf ein absolut unumgängliches Minimum beschränken. Gleiches gilt auch für´s Heizen, die Nutzung von Motoren-, Maschinen- und Elektrogeräten aber auch für das stromfressende Internet.
Wo immer möglich und zumutbar - sollten wir Maschinennutzung künftig wieder durch eigenen Arbeitskraft ersetzen und auch hierfür bereitwillig ein Stückchen unserer gewohnten Bequemlichkeit aufgeben. Jeder von uns kann also beim Energiesparen sofort und mit vielen vorbildlichen Verhaltensänderungen bis hin zu Boykotten beginnen!.

Das bislang gültige uneingeschränkte Recht auf jeglichen, auch unnötigen Energieverbrauch für z.B. Leuchtreklame, Zubringer- und Festbeleuchtung, Schaufenster, Klimaanlagen, Gebläse, leerlaufende Motoren usw., usw. muss umgehend gesetzlich beschränkbar werden. Dies muss für alles gelten, was nicht unmittelbar der Sicherheit und Gesundheit der Bürger im öffentlichen Raum und im privaten Bereich dient.

Bei all diesen Schritten müssen wir selbstverständlich auch unseren „Lebensstil“ überdenken. Der bisherige unsinnige und umweltzerstörende Konsum muss vom nachhaltigen Einkauf des Notwendigsten abgelöst werden. Saisonales Ost und Gemüse sowie alle anderen Basisprodukte (möglichst in Bio-Qualität) sollten möglichst aus der Nähe, aus der Region kommen. Diese Produkte können und müssen Importe, Weit-Transportiertes, Nicht-Saisonales (und - im Idealfall - auch industriell Erzeugtes) ersetzen.

Dringend sollten wir zur Klimarettung auch den Begriff „Lebensqualität“ für uns neu definieren: Hierfür sollten wir erkennen, dass Materielles, Konsum und Geld, keine echte Zufriedenheit bringen. Ideelles hingegen bietet Positives – wie Zeit für Engagement, Gemeinschaft, Muße oder Hobby. Eine Orientierung an ideellen Werten und Zielen, begleitet von Konsumverzicht, bietet reelle Chancen, die Klimakrise zu bremsen und dabei sogar zufriedener und glücklicher zu werden.

Anstatt z. B. die besten Jahre unseres kurzen Lebens blindlings und gänzlich einem – oftmals - entfremdeten Arbeitsplatz zu opfern, sollten wir erkennen, dass verkürzte eigene Arbeitszeit nicht nur neue Arbeitsplätze schafft, sondern – für uns selbst - auch mehr freie, selbstbestimmte Lebenszeit. Auch darin liegt eine echte Chance für uns alle, nachhaltiger zu leben, zufriedener und glücklicher zu werden..
Für immer mehr Menschen ist daher z. B. auch „Stadtflucht“, verbunden mit dem Leben und Arbeiten als Selbstversorger vom, auf und mit dem Land und mit der Natur die beste Option für ein sowohl gesünderes und zufriedeneres als auch für ein erheblich nachhaltigeres Leben.

Die Menschheit muss also auch endlich den Versuch aufgeben, die Natur zu beherrschen, sie nur als unerschöpflichen Rohstoff-Lieferanten zu sehen und sie damit weiter zu zerstören. Stattdessen sollten wir die Tier- und Pflanzenwelt als unersetzliches großes Wunder begreifen und die Natur mit all ihren Lebewesen beschützen statt sie nur zu benützen. Wir sollten unsere Natur global so liebe- und respektvoll behandeln wie unsere Nächsten, Freunde und Nachbarn.

Toleranz und Großzügigkeit sollten dauerhaft die aktuelle Ellenbogenmentalität ablösen. Die Zukunft braucht dringend Utopien statt Resignation, Solidarität statt Konkurrenzdenken, Kooperation statt Wettbewerb, Öffnung statt Abgrenzung, Toleranz statt Tunnelblick, Liebe statt Hass.
Wir brauchen solidarisches Miteinander statt eines egoistischen Gegeneinander!

Um unsere Ziele durchzusetzen, müssen wir alle politischen Möglichkeiten nutzen und dürfen auch die Auseinandersetzung mit der erstarrten Politik sowie der scheinbar übermächtigen Wirtschafts- und Finanzwelt nicht scheuen.

Den Weg in eine bessere Zukunft sollten wir nicht alleine gehen: Jeder für sich kann zwar den Aufbruch zum nachhaltigen Leben beginnen. Aber wir sollten auf unserem Weg möglichst viele (vor allem junge!) Gleichgesinnte finden, gemeinsam Nicht-Überzeugte von unserem Ziel überzeugen, sie beim Bewusstwerdungsprozess sowie im Durchhaltevermögen unterstützen und sie als Gefährten für den Weg in eine nachhaltige Zukunft gewinnen.

Lasst uns gemeinsam aufbrechen! Und lasst uns gemeinsam eine neue, eine bessere Gesellschaft gründen!
Arbeitstitel für die „Neue Gesellschaft“: ??? Bitte Vorschläge!

(Der Text darf - auch in Teilen - gern verbreitet /genutzt werden!)
Zuletzt geändert von Peter am So 17. Feb 2019, 02:29, insgesamt 7-mal geändert.
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Re: Aufruf zur Klima-Rettung

#2

Beitrag von Martha » Sa 12. Jan 2019, 09:41

Das ist ein netter Appell. Allein wem gilt er?

Ich persönlich fliege nicht, fahre nicht und habe kein Auto, kaufe nichts, was nicht Verbrauchsmaterial ist, heize nicht, werfe niemals Lebensmittel weg, beleuchte nur das Nötige mit LEDs, ... meine Sünden sind Internet, Oliven und Tomaten.
Und ich denke, dass jede aufsteherIn - mehr oder weniger - so eine bewusste Lebensweise führt.

Meine Frage ist also, wer soll wohin aufbrechen.

Wir hier könnten alle sofort unsere Jobs aufgeben und uns auf dem Land als Selbstversorger versuchen - ach halt, dazu muss eins ja Land kaufen. Brauchbares Land, das nicht erst viele Jahre lang renaturiert werden muss, bis eins davon leben kann.
Land, das nicht im Eigentum des Besitzstands, der Kapitalistenklasse, der Wohnrendite- oder Agrarrendite-Industrie ist, zusammenhängendes Land, damit es nicht andauernd weiter von umgebender Agrarrendite-Industrie vergiftet werden kann, ...

Und wenn wir 200 - 500 Menschen hier, selbst wenn meintwegen alle 160000 bundesweite aufsteher die Katastrophe so verhindern wollen würden - eins würde nicht mal ausreichend Land verkauft bekommen - und wir das alles geschafft haben, in 10 oder 15 Jahren, was ist bis dahin aus der Welt, der Umwelt, dem Klima geworden?

Die Klasse des Besitzstands wird ja deswegen keinesfalls damit aufhören, die Welt und die anderen Menschen auszuwringen.

Wo ist also anzusetzen? Und komme man mir jetzt nicht mit Politik.
Wir regen uns ständig auf, dass unsere Politiker von Lobbyisten umzingelt sind, dass es Drehtürpolitik ist, dass Politiker wie Fr. Schulze von der Besitzstandsklasse / Industrie als nice to have belächelt und mit einem Kopftätscheln ergebnislos nach Hause geschickt werden, und dann fragen wir nach einer veränderten Politik wie nach einem Rettungsanker, ja, ich sage bewusst Rettungsanker, weil diese Idee der Rettung durch Politik derzeit in den Abgrund zieht, und zwar genau solange, wie die Besitzstandsklasse sich "Politik" leistet zur Menschenberuhigung und -verdummung, und zur Ablenkung von ihnen selber als den allein Schuldigen.

Solange man dem nicht beikommt, der Weltherrschaft der verblendeten Neoliberalismusreligion, ist alles nur ein bisschen Dampf-ablassen aus dem brodelnden Kessel der diffusen Unmutsgefühle.

Ich freue mich über jeden Ansatz aus DIESER Doppelfalle.

LG
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Re: Aufruf zur Klima-Rettung

#3

Beitrag von Claus » Sa 12. Jan 2019, 12:57

Martha hat geschrieben:
Sa 12. Jan 2019, 09:41
....... Das ist ein netter Appell. Allein wem gilt er?

Ich persönlich fliege nicht, fahre nicht und habe kein Auto, kaufe nichts, .......
Der Appell ist an uns / an alle gerichtet. Wenn sich schon alle so verhalten würden wie du es bist, wäre es super!

Vertiefen wir diesen Aufruf und starten die intensive Auseinandersetzung mit dem Thema Klimakrise.
Unter dem Thema viewtopic.php?f=127&t=265&p=1168&hilit=klimakrise#p1100
ist ein Vortrag in Textformat von PeterS zu finden


LG
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Re: Aufruf zur Klima-Rettung

#4

Beitrag von Peter » Sa 12. Jan 2019, 17:21

Zu Deiner mit Verlaub – nicht allzu konstruktiven - Aufruf-Antwort, Martha:
Toll, dass Du so konsequent-nachhaltig unterwegs bist. (Internetnutzung ist übrigens keine Pille-Palle-Sünde solange wir nicht, wie die Norweger, unsere Rechenzentren in kühle Berghöhlen verlegen).
Doch damit dürftest Du eher die Ausnahme sein – selbst unter aufständischen Aufsteher/innen. Auch die meisten Aufstehen-Interessierten und - Aktivisten dürften noch erheblichen Handlungsspielräume haben – eher „mehr“ als „weniger“ (Konsumverhalten, Pkw, Fliegen, Smartphone- und Internetnutzung, Ernährung, aktives praktische Engagement, Fortbildung, Freizeitinhalten etc, etc.).
„Bewusste“ Lebensweise heißt ja nicht automatisch auch konsequente „nachhaltige“ Lebensweise :-)
Oft sind wir uns ja unserer „kleinen Schwächen“ bewusst aber setzen gleichzeitig einen ganzen „Katalog von Ausreden“ ein, um uns unsere „kleinen Ausnahmen / Inkonsequenzen“ schön zu reden :-)

Wenn wir aber damit aufhören, überwiegend rhetorisch unterwegs zu sein und „nur ein bisschen Dampf-ablassen aus dem brodelnden Kessel der diffusen Unmutsgefühle“; wenn wir stattdessen damit beginnen, bei jeder passenden (und ruhig auch mal unpassenden :-) Gelegenheit (im persönlichen Umfeld, in den Öffis, am Arbeitsplatz, in AGs, bei Veranstaltungen, an Ladenkassen, in Kneipen, Wartezimmern und auf Demos (z. B. am 19. 1.`19 in Berlin – Bus-Teilnahme € 15.- mit dem BUND), einfach überall, das persönliche Gespräch (anstelle von Smarphone-Kommunikation!) mit An- und Unaufgeklärten zu suchen und wir uns bemühen, diese Mitbürger von unseren - scheinbar utopischen – Ideen zu überzeugen, dann können wir, evtl. schneller als Du denkst, eine fortschrittliche Kettenreaktion auslösen.

Denn die Bereitschaft zuzuhören und die – fast schon verzweifelte – Suche nach guten Ideen und konkreten Handlungsvorschlägen zur Klimarettung (im kleinen wie im Großen) ist bei der „breiten Masse“ nach Dürre-Sommer und Schnee-Chaos, viel größer als Du evtl. – derzeit noch – denkst.
Mache doch mal den Versuch, Martha, und spreche mit Unbekannten über Ideen wie die hier noch folgenden (oder in meinem Vortrag vom 28. 11. `19 skizzierten) oder über Deine eigenen zu dem Thema, und Du wirst eine unerwartet überraschend große Offenheit und Aufnahmebereitschaft in der Bevölkerung feststellen. Die Zeit ist einfach reif, sogar für „große Würfe“ - gedankliche und praktische.
Doch Schnacken ist das eine, konkretes Handeln das – wichtigere – andere!
Obwohl – auch die Gespräche sind ja eigentlich schon konkretes Handeln. Denn Voraussetzung für jede persönliche und gesellschaftliche Veränderung ist schließlich Bewusstwerdung/Bewusstseinsveränderrung Und dazu gehören nun mal Fortbildung, Gespräche, Diskussion, Brainstorming.

Natürlich können wir nicht alle „sofort unsere Jobs aufgeben und auf dem Land als Selbstversorger“ anfangen. Aber viele von uns Stadtmenschen können – bei gleichzeitiger Änderung unseres Konsumverhaltens und unserer Lebensführung ernsthaft über Arbeitszeitverkürzung (s. Vortrag) nachdenken. Denn das bringt Arbeitsplätze und – bei richtiger Nutzung - Zugewinn an Lebensqualität.

Zurück zur „Stadtflucht“ und dem Leben und Arbeiten auf dem Land:
Sicher, nicht jeder ist dafür gemacht. Viele von uns sind durch das Stadtleben einfach zu „versaut“ für das Landleben und dadurch zu entfremdet von unseren eigentlichen Wurzeln.
Jedoch – das Landleben im Neuen Dorf (→ Prof. Otterpohl und/oder Clemens Renker) ist keine Utopie sondern schon längst tausendfach gelebte Realität.
Es ist eine konkrete Option für all jene, die bei einem weiteren Umbruch der Gesellschaft ihren Arbeitsplatz verlieren/aufgeben werden, für perspektivarme/ -lose Jugendlich, für Menschen jeden Alters, die das Stadtleben gegen ein bescheideneres, friedlicheres, reiz-ärmeres, natürlicheres und selbstbestimmteres Leben mit höherer Lebensqualität eintauschen wollen.

Um auf dem Land leben und arbeiten zu können, muss man kein Land besitzen. Es gibt noch und noch andere Möglichkeiten (wer suchet, der findet. Allerdings haben es Einzelkämpfer schwerer als schon gefügte Gruppen). Es gibt WGs und genossenschaftliche Modelle ohne Ende auf Pacht- Leibrenten- und auf anderem Land; überall, in heißen und gemäßigten Regionen auf dieser Erde.
Allein bei uns lohnt es sich z. B. mal ins Wendland zu schauen. Oder etwas weiter weg nach Frankreich zum sensationellen und weltweit beachteten Modell-Projekt La Ferme du Bec Hellouin (https://www.fermedubec.com/ und von google übersetzen lassen oder Zeit-Artikel zum Projekt lesen:
https://www.fermedubec.com/wp-content/u ... r-2016.pdf)
Dieses und unzählige andere – vernetzte – Projekte zeigen: Mit Permakultur, Terra Preta, Mischkultur, Fruchtfolge etc. lässt sich degenerierter Boden in kürzester Zeit regenerieren (und damit zum kostbaren CO2-Speicher machen). Mit maschinenlosem/-armen Arbeiten lässt sich ein großer Ertrag gesunder Bio-Nahrung produzieren, was - bei Selbstvermarktung – sogar ein gutes Auskommen sichert.
Stadtflucht und Landleben sind Optionen für Millionen – nicht für alle ad hoc aber für einige sogar sofort.
Unsere - von Dir Martha zu Recht so geschmähten - Politiker müssen da natürlich Zeichen setzten – durch gänzlich neue Förderungs- und/oder Subventionsziele.

Nun also zu denen, den Politikern (Sorry Martha, dass ich Dir mit der Politik komme – muss leider sein):
Mit den uns derzeit zur Verfügung stehenden demokratischen Mitteln der politischen Teilnahme (von der Bezirksversammlung, dem Gemeinderat, Petitionen, Dienstaufsichtsbeschwerden, Bürgerbegehren, Volksentscheid und aktiver Parteizugehörigkeit bis hin zu den jeweiligen Wahlen) können wir, sofern wir nicht nur wortakrobatisch schreiben, motzen und schnacken wollen, sondern uns aktiv einbringen, auf Verwaltungs- und politischer Ebene doch schon eine ganze Menge bewegen.
Indem wir das Gespräch mit unseren Abgeordneten suchen, mit oder ohne gelben Westen „mit den Füßen abstimmen“, sowie durch phantasievolle, kreative, spontane und geplante legale Aktionen, auch des bürgerlichen Ungehorsams können wir ein weiteres tun, um unseren oft wenig an den Volksinteressen orientierten und wenig bürgernahen Politikern, Verwaltungs- und Verbandsmenschen auf die Füße zu treten und sie zu zwingen für unsere Steuergelder auch für uns und unsere elementaren Interessen zu entscheiden und zu arbeiten.
Machen wir uns bitte nichts vor: Zum Beenden der Politikverdrossenheit gehören ja wohl zwei Personenkreise – Politiker einerseits aber auch wir Bürger andererseits.
Nach einer langen Frustphase können wir doch nun auch mal einen Neuanfang wagen. Und mir scheint, unsere Politikerkasten fangen an, zu erkennen, woher der Wind weht und beginnen gerade damit, sich langsam aus ihren Elfenbeintürmen heraus und auf uns Bürger zuzubewegen. Auch diesem Ziel dient doch die Sammlungsbewegung....

Nun denn: Wenn wir all dieses (und noch viel mehr!) beginnen, tatkräftig umzusetzen, den Versuch wagen aktiv zu werden und uns nicht nur mit wohlfeilen Worten im Internet auszutoben, wird es uns doch wohl sogar gelingen, den verkrustet-starren Block der Oligarchen und Konzerne, der Politiker, Lobbyisten und eingefahrenen Verwaltungsstrukturen mit friedlichen Mitteln (!) zügig aufzuweichen und in kürzester Zeit eine „Neue Gesellschaft“ zu kreieren; einen nachhaltigeren und damit endlich auch klimafreundlichen Nachfolger des Turbokapitalismus (und seiner hässlichen und klima-killenden Anhängsel Globalisierung und Neoliberalismus) zu erdenken und zu entwickeln - Arbeitstitel

So, Martha, war das konkret genug? Waren das genügend umsetzbare „Ansätze aus der Doppelfalle“ ? Oder hast Du evtl.sogar noch bessere Ideen?!
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Re: Aufruf zur Klima-Rettung

#5

Beitrag von Martha » Sa 12. Jan 2019, 18:09

Alle Schäden, die der Welt zugefügt werden, werden es, um die Renditen der Besitzstandsklasse zu erhalten und erhöhen - also Renditen lediglich als das Exzerpt aus der Asche der verbrannten Erdenwerte - und das geschieht, weil die Neoliberalismusreligion unhinterfragt und unerschüttert überall ihre T.I.N.A. Ideologie entfaltet.

Nachdem der Bankrun nun ja nicht geklappt hat, um die Mauern von Jericho zu stürzen, sehe ich nach wie vorgesagt die Möglichkeit, den Neoliberalismus zu stürzen, im Konsum-Generalstreik, weil der Neoliberalismus sich an Verweigerung nicht anpassen kann, was er ansonsten bisher bei jeder Bodenwelle im Nu wie jeder Virus getan hat.
So ist der "Marsch durch die Institutionen" ebenso gegen Gummiwände gelaufen, wie die ehemalig sich als links präsentierenden Grünen totalvereinnahmt wurden und nur noch überwiegend ein stumpfes schwarzoliv übrig blieb.

Das Gespräch suchen? Mit Mitmenschen? Klar, das versucht doch jeder, und dann kommt: soll ich jetzt nicht mal mehr mein Kotelett grillen dürfen, nach einem schweren Arbeitstag? In diesem Sommer, wo jedem mit klaren Verstand die Doppelsünde in diesem Satz deutlich ist.

Mit den Abgeordneten reden? Mit denen, bei denen selbst BUND, DUH, Greepeace und all die großen NGOs auf taube Ohren stoßen? Mit denen, die jetzt DUH die Gemeinnützigkeit und Förderung aberkennen wollen, weil sie den Finger in die Wunde legten, die die Autoindustrie geschlagen hat, weil man die heilige Kuh schützen möchte?

Warum wurde denn nach diesem Sommer nicht die Chance genutzt, Ausgleichszahlungen für Ernteverluste mit der Forderung nachweislich zu erbringender Standard- und Umweltverbesserung der Agrarrenditeindustrie zu verknüpfen? Die Forderung aus der Bevölkerung war ja da, und sie war laut, und die Chance nach diesem beschissenen Sommer historisch.

Für mich sind das die Belege, dass die Politik NICHT der Adressat unserer Forderungen sein kann, weil das System des Erhalts und der Weiterbereicherung der Besitzstandsklasse sich die Politik wie ein Hündchen hält, dass Stöckchen zu holen hat und jede Handlung innerhalb des Systems bestenfalls eine marginale, nicht die Grundeinstellung tangierende Veränderungen zulässt.

Wirtschaft / Industrie sind längst in der Lage, umweltfreundlicher zu agieren, weniger dafür wertighaltender zu produzieren, aber sie WILL nicht. Und sie zwingt die Politik, nichts in diese Richtung in die Wege zu leiten. Die Schäden, davon geht Wirtschaft ganz selbstverständlich und im herrschenden System ihrer Allmacht zu Recht aus, wird die Gesellschaft zahlen. Und wenn die Ressourcen zuende sind? Wen juckts, dafür ist man ja bereits in die private Weltraumfahrt eingestiegen, um dort Ressourcen abbauen zu lassen.

Heute abend kommt der Spielfilm Elysium - DAS ist die Zukunft, die ich realistischer Weise kommen sehe, wenn wir das System Neoliberalismus nicht in dieser Zeit stoppen.

Aber es ist ja gut, dass und wenn jeder SEIN Spezialthema der Veränderung wirkungsvoll betreibt.
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Re: Aufruf zur Klima-Rettung

#6

Beitrag von Harald Uhlig » So 13. Jan 2019, 01:08

@Martha Aber es gibt immerhin die Masse der europäischen Länder, wo nicht der deutsche Geschwindigkeitsfreiheitswahn auf den Autobahnen herrscht und es gibt sogar in Deutschland das Rauchverbot in Gaststätten. Es ist also nicht gänzlich ausgeschlossen, dass der Staat auch mal gegen die Interessen der Wirtschaftsgewinnler tätig wird.
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Re: Aufruf zur Klima-Rettung

#7

Beitrag von Martha » So 13. Jan 2019, 11:02

Das verstehe ich nicht.
Du sagst doch selber, dass in DE ein Geschwindigkeitswahn herrscht, womit du die Tatsache verdeutlichst, dass dies in anderen Staaten anders ist. Wieso also sollte eine Begrenzung in diesen anderen Ländern die kfz-Industrie schädigen? Zumal, wenn wie in FR und in UK zuvor der ÖPNV zuschanden verkauft / privatisiert wurde bei gleichzeitiger Verdrängung der Menschen aus den Ballungsräumen hinaus?

Bzgl. Rauchverbot: Wenn ich mich nicht täusche, waren zu dem Zeitpunkt einige Klagen angestrengt worden, und andere, selbst starke Raucher-Länder waren mit Gesetzen vorgeprescht. Dazu gab es bereits seit 2003 eine völkerrechtliche Verpflichtung gegen DE und nach einer Auswertung von 35 europ. Ländern im Jahre 2017 liegt die Wirksamkeit der Regulierungsmaßnahmen immer noch auf dem vorletzten Platz, also unten, schlecht, unreguliert, um es deutlich zu machen.

Ich sehe hier kein Wollen der Regierung, gegen Profitinteressen vorzugehen, nicht mal wenn es um die grundgesetzlich verankerte Pflicht feht, die Gesundheit zu schützen, siehe zB Anhebung der Schadstoffbelastungsgrenzen aus Verbrennungsmotoren statt die Schadstoffe zu begrenzen, Anhebung der Nitrateinbringungsgrenzen, statt die Agrarprofitindustrie zu begrenzen.

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Re: Aufruf zur Klima-Rettung

#8

Beitrag von Harald Uhlig » So 13. Jan 2019, 17:50

@Martha ,
Ich will damit sagen, dass es in anderen europäischen Ländern und damit grundsätzlich möglich ist, politische Maßnahmen zu erreichen, die offenbar nicht ganz so lobbistisch determiniert sind. Deutschland hinkt in Vielem hinterher. Auch beim Mindestlohn war es ja eine schwere Geburt und dann auch beständig auf der Bremse stehend. Sicher, die deutsche Autoindustrie hat sich darauf spezialisiert, besonders schnelle und stark motorisierte Autos zu bauen, aber hatten sie keine Alternative?
Dass wir beim Rauchen auch hinterherhinken, war mir nicht bewusst.
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Re: Aufruf zur Klima-Rettung

#9

Beitrag von Martha » So 13. Jan 2019, 18:19

Und wie ich darlegen wollte, sind politische Maßnahmen, die Politik "durchsetzen" darf, immer nur da und dann möglich, wo sie eben unschädlich sind - für das Kapital.

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Re: Aufruf zur Klima-Rettung

#10

Beitrag von Harald Uhlig » So 13. Jan 2019, 18:45

Also meinst Du, dass die Höchstgeschwindigkeiten in unseren Nachbarländern die Kapitalverwertung nicht ausbremsen (Kraftstoffverbrauch, hochpreisige Autos, Geschwindigkeitsvorteil der Bahn, weniger schwere Unfälle)? Ich weiß zwar nicht, wann diese Begrenzungen eingeführt wurden, aber ich bin sicher, das war nicht vor dem Kapitalismus.
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Re: Aufruf zur Klima-Rettung

#11

Beitrag von Martha » So 13. Jan 2019, 20:08

Zunächst gibt es in den hyperkapitalstischen Nachbarländern viel Privatisierung -> kaum noch Schienenverkehr, und die großen Schnellzugstrecken machen weder die Menge an Fahrtkilometern aus, noch könnte der Normalbürger sie regelmäßig bezahlen. Darüber hinaus wer sich Minderwertigkeitskarossen leisten kann, tut es auch, die kauft doch keiner nur, weil er damit schneller wohin kommt, sondern allein wg Status.
Den Kraftstoffverbrauch sehe ich nicht sooo als das Problem an, weil gerade in ärmeren Ländern viele ältere Kisten mit hohem Verbrauch gefahren werden. Außerdem ist das gerade in allen hyperkapitalistischen Ländern wg der hohen Mieten nicht so das Problem, weil da die meisten Leute aus der Peripherie weitere Strecken fahren müssen.

Dass diese Maßnahmen innerhalb des Kapitalismus aufgesetzt wurden, da hast du allerdings unbedingt recht. Warum auch nicht, sie schaden ja nicht.
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Re: Aufruf zur Klima-Rettung

#12

Beitrag von Querdenker » So 13. Jan 2019, 20:24

#1 Beitrag von Peter » Sa 12. Jan 2019, 04:35
Aufruf zur Klima-Rettung (von Peter)
Leben wir weiter wie gehabt, legen wir – unumkehrbar - die Grundlagen zur Zerstörung der Erde und ihrer phantastischen Tier- und Pflanzenwelt – unserer Umwelt.
Klima-Rettung
8 Milliarden Menschen
Annahme jeder vernichtet 1 Gramm Rohstoffe
8.000.000.000 Gramm = 8.000.000 kg = 8.000 Tonnen
Ein ICE 1 wiegt laut Wikipedia 795 Tonnen und ist 358 Meter lang.
Zehn ICE 1 haben eine Länge von 3,58 Km und wiegen 7950 Tonnen.
Es kommt manchmal doch auf die kleinen Dinge an und das müssen nicht nur die Politiker verstehen, auch jeder Bürger sollte Dinge meiden, die Müll verursachen. Ein Tipp. Einfach einmal experimentell die Menschen auffordern, ihren Müll zwei Wochen nicht zu entsorgen und in der Küche stehen lassen. Nach zwei Wochen den Müll wiegen und mit 8.000.000.000 multiplizieren. Wochenblätter mit Werbung oder Werbung mit Wochenblättern, alles mit dabei packen und hinterfragen ob es Alternativen gibt.
LG
Zuletzt geändert von Querdenker am Mo 14. Jan 2019, 19:02, insgesamt 1-mal geändert.
Gemeinsamkeit ist auch wenn alle Mauern in den Köpfen haben.
Wir haben keine Zeit für Parteikämpfe, wir müssen gemeinsam Lösungen finden.
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Re: Aufruf zur Klima-Rettung

#13

Beitrag von Harald Uhlig » So 13. Jan 2019, 20:50

Die meiste Werbung hat etwas von Nötigung und müsste schon deshalb untersagbar sein.
Außerdem heizt sie Produktfolge und Konsum unnötig an. Nichts gegen die Möglichkeit, sich über Produkte und Hersteller informieren zu können. Ein wirklich neues Produkt dürfte meinetwegen auch aktiv beworben werden. Aber das wars dann auch. Der Rest schafft zwar sicher Arbeitsplätze, aber zu welchem Preis?
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Re: Aufruf zur Klima-Rettung

#14

Beitrag von Querdenker » Di 15. Jan 2019, 15:17

Müssen wir wirklich alles haben?
Wie konnten Generationen vor uns nur ohne beleuchtete Gewürzstreuer überleben? Wir brauchen sinnvolle Produkte und das heißt nicht, unendlich viele Varianten von allem. Das, was jeder täglich braucht, soll besser optimiert werden. Ich sehe das besonders bei der Verschwendung von Lebensmitteln (Millionen Tonnen) und deren Verpackungen. Lizenzen für Verpackungen haben schnell den Anschein eines Ablasshandels für die Industrie und die Vernichtung von Lebensmitteln schafft sichere Arbeitsplätze. (Achtung Bumerang)
Eine volle 1,5 Liter Pet Flasche vom Discounter zeigt 1535 Gramm auf meiner Küchenwaage an. Die kleine 0,33 Literflasche eines Cola- Getränkes zeigt 369 Gramm an. Eine 0,75 Liter Weinflasche zeigt 1650 Gramm an und hat zu dem noch Aluminium am Flaschenhals und einen Korken.

Neben einem verbesserten Gesetz für Verpackungen (Vorgaben nach Gewicht Material und Standardisierung), wünsche ich mir mehr Aufklärung der Bürger, wie einst durch die Sendung der 7. Sinn. Müll trennen und vermeiden, das klappt noch nicht so, und über Klima reden und alle 2 Jahre ein neues Smartphone mit eingeschweißtem Akku macht einen auch nicht zu einen Helden des Klimas. Vielleicht sollte es auch verpflichtend werden, den virtuellen Wasserverbrauch auf Produkten anzugeben. Ich mache mir erst mal einen schönen Kakao,virtueller Wasserverbrauch bis zu 27.000 Liter pro KG, das weiß ich auch erst seit zwei Minuten.
LG
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Re: Aufruf zur Klima-Rettung

#15

Beitrag von Martha » Di 15. Jan 2019, 16:24

Dass WIR das nicht brauchen, ist klar.
Aber die Besitzstandsklasse, die Unternehmen, das 1% kann sich nicht ohne das erhalten. Perverser noch, sie "erfinden" dann diese beleuchteten Gewürzstreuer ganz neu nur jetzt und hier DAS ultimative Produkt mit roten statt blauem Deckel, und fahren die Propagandamaschine mit den Bullshitjobbern im Marketing hoch, um genau dieses eine neue Produkt als das must have mit Alleinstellungsmerkmal in den Verkauf zu drücken, bis die nächste Deckelfarbe die neue Erfindung ist.

Wie gesagt WIR brauchen das nicht, wir SOLLEN das brauchen. Lösung: Konsum-Generalstreik

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Re: Aufruf zur Klima-Rettung

#16

Beitrag von Querdenker » Di 15. Jan 2019, 17:22

Martha hat geschrieben:
Di 15. Jan 2019, 16:24
Dass WIR das nicht brauchen, ist klar.
Aber die Besitzstandsklasse, die Unternehmen, das 1% kann sich nicht ohne das erhalten. Perverser noch, sie "erfinden" dann diese beleuchteten Gewürzstreuer ganz neu nur jetzt und hier DAS ultimative Produkt mit roten statt blauem Deckel, und fahren die Propagandamaschine mit den Bullshitjobbern im Marketing hoch, um genau dieses eine neue Produkt als das must have mit Alleinstellungsmerkmal in den Verkauf zu drücken, bis die nächste Deckelfarbe die neue Erfindung ist.

Wie gesagt WIR brauchen das nicht, wir SOLLEN das brauchen. Lösung: Konsum-Generalstreik

LG
Ich stehe dahinter.
Wir hatten ja mal die autofreien Sonntage in den 70gern. Wie währe es mal mit einem kauf nix Tag!!!
Ein wenig Demut, ein wenig Bescheidenheit, ein Tag zur Besinnung, ein Tag um schätzen zu lernen für dass, was wir haben und nicht für dass was wir uns nicht leisten können. Der Mann der keine Schuhe hat, ist traurig, nicht weil er keine Schuhe hat. Er ist traurig weil er sieht das andere keine Beine haben. Und wer jetzt im stolzen Besitz eines elektrischen und beleuchteten Gewürzstreuers ist, ihr seid Menschen. Eben wir sind Menschen und deshalb müssen wir nicht so weiter machen.
LG
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Re: Aufruf zur Klima-Rettung

#17

Beitrag von Martha » Di 15. Jan 2019, 17:27

Ich plädiere seit einiger Zeit für ein kauf-nix Jahr, besser gleich 5. Wir haben alle so viel Zeug im Schrank und noch s viel, wqs wir tauschen können, oder womit wir u s gegenseitig aushelfen können, auch kleine Gefälligkeiten, dass wir außer einem kleinen Anteil an Verbrauchsmaterial auf Jahre wirklich rein gar nichts kaufen müssen.

Was würde DAS wohl für die Umwelt bedeuten? Und für diesen allein auf Droge Wachstum exitenten Kapitalismus?

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Re: Aufruf zur Klima-Rettung

#18

Beitrag von Harald Uhlig » Di 15. Jan 2019, 18:14

Für die Umwelt wäre es gut. Wenn es aber alle machen würden, dann könntest Du im 6.Jahr auch nichts mehr kaufen! Selbstbeschränkung ist aber man sollte es nicht übertreiben.
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Re: Aufruf zur Klima-Rettung - Konsumboykott

#19

Beitrag von Peter » Di 15. Jan 2019, 20:55

Martha, Martha,

keiner mailt so fix zurück wie Du! Aber irgendwie vermittelst Du mir mit Deinen verbalen Schnellschüssen ein wenig das Gefühl, dass es Dir bei jedem Dialog mit anderen Aufständischen vorrangig darum geht, das letzte Wort zu haben.... Geh doch mal mehr auf die anderen Autoren ein (hast Du eigentlich gesehen, dass ich in meinem "Vortrag" auf Seite 13 (nicht im "Aufruf") - eigentlich doch ganz in Deinem Sinne - zur "Konsumverweigerung" aufgerufen habe???)

Trete doch mal mit den anderen Autoren in einen "echten Dialog" ein und gehe doch mal ernsthaft auf sie und ihre Anliegen ein! (Bitte erinnere Dich, dass es u. a. eine "Sprachbarriere" war, die in den "68ern" die Solidarisierung zwischen Studenten und Arbeitern verhinderte.....)

Mich würde z. B. sehr interessieren, mit welchen Mitteln (wie, wann und wo) Du die Idee des "Konsumboykottes" an die Menschen herantragen willst und was Du Dir für die Zeit danach ausgedacht hast, sollte der Konsumboykott gelingen und - als Konsequenz - allein bei uns einige Millionen arbeitslos würden.... Der Weg ist ja gut und richtig. Aber hast Du für die "Zeit danach" auch gute Ideen?!

In der Hoffnung auf spannende, kreative und zukunftsweisende Dialoge, Peter
Zuletzt geändert von Peter am Fr 18. Jan 2019, 03:49, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Aufruf zur Klima-Rettung

#20

Beitrag von Rolf_B » Di 15. Jan 2019, 23:09

Holla, hier is ja was los ...will die vorangegangenen Posts gar nicht kommentieren, würde mir vielmehr eine konstruktive (frei von pers. Bewertungen/Angriffen) und zielführende Diskussion wünschen! ;-) ...hierzu - und passend zum Thema "Vernetzung mit weitern NGOs" aus dem heutigen Orgatreffen - nachfolgend ein Artikel aus der Huffington Post:

Klimawandel: Diese jungen Aktivisten haben einen Plan, der uns alle retten soll | HuffPost Deutschland https://m.huffingtonpost.de/entry/diese ... 9095535162

...sollte zum nach- und weiterdenken anregen und zudem motivieren, weiter zu machen und voran zu gehn ...schließlich sitzen wir ja alle in einem Boot resp. auf derselben Erde!

Aufständische Grüße, Rolf
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Re: Aufruf zur Klima-Rettung

#21

Beitrag von Querdenker » Di 15. Jan 2019, 23:55

Aus Schmerz und Verbitterung dürfen wir nicht über das Ziel hinausschießen, auch wenn ein Wunsch nach langjähriger Totalverweigerung verständlich erscheint. Wenn ich sage, fordert die Menschen auf mal zwei Wochen ihren Müll in der Küche stehen zu lassen, dann weis ich, dass dieses niemand tuen wird. Fragt aber dann auch warum sie dieses nicht tuen möchten. Ab in die graue, blaue, gelbe oder braune Tonne, damit es nicht mehr in der Küche steht. Aus den Augen aus dem Sinn, Problem gelöst. (Problem weitergereicht) Ich schaue mir demnächst einmal einen Vortrag an einer Volkshochschule an. Abfallentsorgung oder Abfallsorgen in Indien. Ich vermute einmal, dass es etwas damit zu tuen haben wird, was ich in meine Abfalltonnen werfe.
Ein erster Kaufnix-Tag ist ein Wachrütteltag. Ein wach werden auch für die Jugend, die mal die nächsten Generationen berechtigt stink sauer auf uns alte Leute ist die alles verbraucht haben wird. Wenn jemand etwas ändern möchte und in keine Diskussion gehen möchte, dann schaut einmal unter Denkanstöße im Forum anderer Themenbereich. Und wenn es noch so einfach klingt wie der Wunsch von einem Kind an den Weihnachtsmann. Ein Satz, ein Wunsch, keine Diskussion. So ist mein Gedanke. Wenn es jemand aufgreift und jemand hierdurch in der Lage ist positive Veränderungen zu erwirken.
dann seid ihr wie ein Wassertropfen der weite Kreise zieht. Wir müssen an 1001 Stellen anfangen zu handeln und nicht sagen ich fange erst mit etwas an wenn das Andere auch im Einklang ist.
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Re: Aufruf zur Klima-Rettung

#22

Beitrag von Martha » Mi 16. Jan 2019, 00:13

Ich verstehe das nicht so ganz, resp worauf es gemünzt ist.
Ich zB warte auf gar nichts, ich mache bereits, was ich für richtig halte und propagiere nichts anderes.

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Re: Aufruf zur Klima-Rettung

#23

Beitrag von Peter » Mi 16. Jan 2019, 00:35

Martha, sorry,
bin mit meiner Kritik an Deinem Kommunikationsstil übers Ziel hinaus geschossen! Mein Traktätchen zu Dir und dem Therapeutischen Reiten hätte ich nicht - einer spontanen Laune folgend - in den "Freien Raum" stellen dürfen, sondern unter PN an Dich senden müssen. Aber ich bin sicher, oder hoffe vielmehr, dass es Dir nicht weh tat und Du evtl. sogar darüber schmunzeln konntest :-). LG, Peter

Einige Tage später:
Habe meinen Beitrag inzwischen erheblich eingekürzt und bitte Dich allerdings nochmal, mir mehr über Deine "Ideen rund um den Konsumboykott" zu schreiben. Dies nimmt auch in meinen Vortslellungen eine zentrale Rolle ein. Und insofern bin wirklich hochinteressiert!
Gruß, Peter
Zuletzt geändert von Peter am Fr 18. Jan 2019, 03:57, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Aufruf zur Klima-Rettung

#24

Beitrag von Harald Uhlig » Mi 16. Jan 2019, 10:01

Schau an, und da heißt es immer, Männer wären nicht sensibel... ;)
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Re: Aufruf zur Klima-Rettung -Haralds Notiz

#25

Beitrag von Peter » Mi 16. Jan 2019, 13:59

Hast Du je daran gezweifelt.....? :-)
Zuletzt geändert von Peter am Sa 19. Jan 2019, 16:09, insgesamt 1-mal geändert.
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