Friedenspolitische Aktivitäten 2019

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Persigilia
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Friedenspolitische Aktivitäten 2019

#1

Beitrag von Persigilia » Mo 17. Dez 2018, 18:54

Die Übernahme internationaler Verantwortung muss vorrangig mit den Instrumenten der Krisenprävention und der zivilen Konfliktbearbeitung umgesetzt werden und darf nicht mit einer erhöhten Bereitschaft zu militärischer Intervention gleichgesetzt werden.

Ihr könnt direkt aktiv werden:
- UN Atomwaffenverbotsvertrag muss durch die Bundesregierung unterzeichnet und ratifiziert werden.Hier kann man die Petition unterzeichnen: https://www.icanw.de/aktivitaten/petiti ... schreiben/
Es gibt eine Abgeordnetenerklärung von ICAN (Friednesnobelpries 2017) https://www.icanw.de/abgeordnetenerklaerung/ die man seine jeweiligen lokalen Abgeordneten bitten sollte zu unterzeichnen.
Die Schwesterkampagne "Atomwaffenfrei - Büchel ist überall" (in Büchel lagern in ca 70 km Entfernung von uns die US Atomwaffen, obwohl der Bundestag schon 2010 den Abzug beschlossen hat) führt Aktionen in Büchel und dezentrale/lokale Aktionen zum Hiroshima-Tag am 6.8.2019 durch http://www.atomwaffenfrei.de/

- Würde statt Waffen - Abrüsten statt Aufrüsten. Unterzeichnet den Aufruf und sammelt Unterschriften in Eurem Umfeld: https://abruesten.jetzt/ – keine EU Militarisierung, Beendigung der Auslandseinsätze und -Manöver der Bundeswehr, Stopp aller Waffenexporte, für Rüstungskonversion, gegen Bundeswehrwerbung in Bildungseinrichtungen. Aktivitäten zum Ostermarscham 21.4.19 und aus Anlass der EU-Parlamentswahlen am 26. Mai 2019

- Stoppt Ramstein - Relaisstation für den amerikanischen Drohnenkrieg und Deutsche Drohnen: Stopp Air Base Ramstein: Aktionswoche vom 24. - 29.6.2019 https://www.ramstein-kampagne.eu/

- Entspannungspolitik jetzt – für eine neue Entspannungspolitik und Freundschaft mit Russland. Unterschreibt den internationalen Aufruf: http://neue-entspannungspolitik.berlin/aufruf/
Gegen die NATO-Aufrüstung und Wege zu einer friedlichen, demokratischen und sozialen Europäischen Union.
Proteste gegen die Münchner Sicherheitskonferenz am 16.2.2019 http://www.friedenskonferenz.info/?fbcl ... zOSEJArVYg,
Netzwerk No-to-NATO: Gegen den NATO-Gipfel zum 70-jährigen Bestehen am 4.4.2019 https://www.no-to-nato.org/
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Re: Friedenspolitische Aktivitäten 2019

#2

Beitrag von Eckhard » Fr 4. Jan 2019, 20:07

Frieden ist schön, aber die USA wollen ihn nicht und setzen das brutal durch. Die BRD ist ohne Friedensvertrag. Die Amerikaner haben weitgehende Rechte bez. ihrer Militärstützpunkte: sie dürften sogar militärisch gegen eine Räumung von Büchel oder Ramstein vorgehen. "Stoppt Ramstein" ist sehr ehrenwert, aber naiv. Man kann sie nur vergraulen, indem man ihnen bei jeder Gelegenheit klar macht, was sie sind.
Aber es gibt auch anständige Amerikaner.
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Re: Friedenspolitische Aktivitäten 2019

#3

Beitrag von Martha » Fr 4. Jan 2019, 20:25

Wir können doch den Truppenstationierungsvertrag kündigen, ist eben ein Vertrag
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Re: Friedenspolitische Aktivitäten 2019

#4

Beitrag von Eckhard » Fr 4. Jan 2019, 20:54

ja, aber erst 2099! Es gibt Zusatzabkommen (geheim natürlich) zum 2+4 Vertrag, wonach die Amis militärisch machen können, was sie wollen. Bis vor wenigen Jahren durften sie sogar Militärisches Gerät ohne Kenntnis der Bundesregierung verlegen. Das Problem ist, dass alles sehr geheim und damit nicht beweisbar ist. Ich habe ein Video mit einem russischen Historiker, in dem das offengelegt wird.Leider habe ich nur das Video und nicht mehr die Quellen. Es ist sogar eine Volksabstimmung über den Abzug der Besatzungstruppen verboten. Wer solche Freunde hat...
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Re: Friedenspolitische Aktivitäten 2019

#5

Beitrag von Martha » Fr 4. Jan 2019, 21:48

Also wenn DAS stimmt 😒
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Re: Friedenspolitische Aktivitäten 2019

#6

Beitrag von Eckhard » Sa 5. Jan 2019, 12:12

Ein Argument eines Blogger war sinngemäß "das Verhalten aller unserer Politiker macht das wahrscheinlich". Es würde auch die auffällige Langmut der Russen mit den deutschen Politikern erklären.
Ad Ramstein : von dort werden Kriegsverbrechen organisiert und unsere Regierung hilft, wenn auch nicht begeistert, mit. Kein Wort der Kritik! Warum? Das sind doch nicht alle rückgratlose Charaktere. Da hilft nur die Dinge auch unter diesem Aspekt zu betrachten und sich eine eigene Meinung zu bilden.
Ich selber bin darob zum Zyniker geworden.
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Re: Friedenspolitische Aktivitäten 2019

#7

Beitrag von Christoph » Sa 5. Jan 2019, 19:10

Eckhard hat geschrieben:
Fr 4. Jan 2019, 20:54
Ich habe ein Video mit einem russischen Historiker, in dem das offengelegt wird.Leider habe ich nur das Video und nicht mehr die Quellen.
Schade, denn hier könnten wir als Aufstehen durch fundierte Quellen Vertrauen gewinnen unter denen, die eigentlich Aufstehen unterstützen müßten, aber sich unvernünftigerweise von der AfD vertreten fühlen.

Ramstein als Dronen-Koordinationszentrum und Frankfurt als Drehkreuz internationaler Kriege ist ja nicht nur für anti-US-imperialistische Linke unerträglich. Auch den Ex-Links-nun-AfD-Kreisen ist die Abhängigkeit des nicht völlig souveränen Deutschlands von Amerika ein Dorn im Auge. Hier gibt es einen Berührungspunkt, der sehr gut dazu geeignet ist, miteinander ins Gespräch zu kommen. Auch Rechte wollen nicht von fremden Mächten herumgeschubst werden. Nur, wenn man im Gespräch miteinander ist, kann man mehr erreichen als nur Argumente abzusetzen und wieder einmal recht zu haben, nämlich ein Vertrauen beim Gesprächspartner wecken, und das scheint dringend notwendig, insofern ich die angedeutete Gruppe möglicher Aufstehen-Unterstützer auf den Orts- und Basisgruppen kaum sehe, und online schon gar nicht.
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Re: Friedenspolitische Aktivitäten 2019

#8

Beitrag von HCGuth » Mi 16. Jan 2019, 21:23

Eckhard+Christoph: Es geht auch ganz ohne Geheimgedöns, sagen wir, so wie Prag 68? Deutschland durch russische Propafanda und Einflussagenten unterwandert, Befreiung ist angesagt, Besetzung bis auf weiteres... - Man sieht: Ramstein, die Truppenstationierung, die Nato - das ist schon darum kein deutsches, sondern ein europäisches und gesamt-westliches Problem. Wie Christoph richtig bemerkt: Auch in den USA ist der hochriskante Kriegskurs, die Ressourcenvergeudung für Kriegsführung, imperiale Omnipräsenz, Aufrüstung, und der elitenfaschistische Militarismus nicht mehrheitsfähig - in der Bevölkerung (die müssten freilich erstmal ihr völlig kaputtes Wahlsystem reparieren). Auch WIR sind somit Transatlantiker, der Feind ist derselbe, er steht im eignen Land, und das in allen Nato-Ländern. (Demos an 2 Tagen, am ersten auf deutsch, am zweiten wiederholt, Banner Parolen Reden auf englisch... wär darum ein Vorschlag).
Die alte Friedensbewegung hatte ein Hindernis, der Spruch dazu hiess: Lieber tot als rot. Wir werden durch was ganz andres, aber ebenso hinderliches aufgehalten, die Sprüche dazu lauten: Das machen die nicht, so blöd sind die doch nicht. Unsre Aufgabe ist es, ALLEN zu zeigen: DOCH! Sie MACHEN es. Sie SIND so blöd. Nach DenHaag mit ihnen! Am besten liefert ihr eignes Militär sie dort ab.
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Re: Friedenspolitische Aktivitäten 2019

#9

Beitrag von Eckhard » Mi 16. Jan 2019, 21:56

HCGuth,
du weißt doch wie das in Prag geendet hat? Wo gibt es hier russische Propaganda, außer in den Atlantikbrücken Medien? Und wo hast du die US-amerikanischen Selbstkritik (außer bei einigen Intellektuellen) entdeckt? Die frühere Friedensbewegung hatte solchen Spruch nicht, auch nicht lieber rot als tot. Deine Wünsche am Schluss finde ich unterstützenswert. Aber kennst du einen Kriegsverbrecher aus USA oder NATO Ländern, der dort verurteilt wurde?
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Re: Friedenspolitische Aktivitäten 2019

#10

Beitrag von HCGuth » Mi 16. Jan 2019, 22:44

Oh, tut mir leid, Eckhard, ich dachte, die Anspielung wäre klar: Wenn hier eine Anti-Nato-Politik gefahren würde, würde das US Foreign Policy Establsihment, also die Kriegshetzer, dem nicht tatenlos zusehen. Ob da Geheimverträge oder eine Kanzler-Akte existeiren, ist komplett egal, die brauchts garnicht für Interventionen auf allen erdenklichen Levels. Und als Vorwand wird ein deutsches Russiagate inszeniert, das geht auch völlig ohne Russen und Propaganda, wie man gegenwärtig in den USA sieht. SELBST-Kritik gibts in der Tat nicht, weil die Akteure nicht den Hauch eines Zweifels an ihrem Vorgehen haben, das stimmt. Aber rabiate Kritik an ihnen, von alt-right und "Patrioten" über Libertarians bis zu Progressives... die gibts durchaus, nicht anders als hier. Das sind, denke ich, unsere Verbündete, und, sei sicher, auch sie sind viele, sie sind vielfältig, und auch sie haben die Schnauze voll.
Die alte Friedensbewegung hatte den Spruch "lieber tot als rot" natürlich nicht, er wurde ihr aber entgegengebrüllt, von einem Bürger-Mob, der sich heimlich grauste und mehrheitlich mit dem 3.Weltkrieg im eignen Land rechnete... aber lieber die ganze Menschheit über die Klinge springen liess und die Geschichte enden, als dem Gedanken an Widerstand näher treten, und daran, seiner wahnwitzigen Regierung in den Arm zu fallen (die sich, wie man nchträglich erfuhr, in Sicherheit wiegte, dass das Politbüro schon nichts Dummes tun würde, aufgrund von CIA Abhörprotokollen. Was sie mit Able archer 83 auslösten, hatten sie nicht auf dem Schirm, die Helmuts und ihre Wähler....)
Es stimmt: Die Nato-Kriegsverbrecher sind noch immer nicht verhaftet und angeklagt. Das muss sich ändern.
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Re: Friedenspolitische Aktivitäten 2019

#11

Beitrag von Harald Uhlig » Do 17. Jan 2019, 10:30

Das machen die nicht, so blöd sind die doch nicht. Unsre Aufgabe ist es, ALLEN zu zeigen: DOCH! Sie MACHEN es. Sie SIND so blöd.
Ich fürchte, es ist nicht nur so, dass sie blöd sind. "America first" bedeutet auch, dass man die Möglichkeit einschließt, Europa zu "opfern", um die US-amerikanische Hegemonie zu erhalten trotz der Entwicklung in China. Schon im 2. WK hätte man sich am liebsten herausgehalten. Wenn Russland und Europa sich gegenseitig vernichten, kann man sich ganz auf China konzentrieren. Den Markt verlieren beide gleichermaßen.
Weil das so ist, bin ich der Meinung, dass man sich im Kampf gegen den 3. WK selbst mit dem Teufel verbünden muss. Insofern halte ich die hier im Thema geäußerte Meinung für richtig, dass in dieser Frage ein Bündnis mit Nationalisten zulässig und nützlich wäre. In Griechenland hat man es versucht. Für die Auseinandersetzung innerhalb der EU hat das nichts genützt. Um die atlantische Brücke zurückzudrängen, wäre das aber eher erfolgversprechend.
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Re: Friedenspolitische Aktivitäten 2019

#12

Beitrag von HCGuth » Do 17. Jan 2019, 12:02

Harald: Was mich zur Zeit verwirrt, ist die Frage: Ob beim erreichten Stand des Kräfteverhältnisses zwischen Russland (und ev China als +/- Verbündeter) und USA (+Nato) solche strategischen Ziele wie die "Opferung" von Europa im Rahmen der Hegemoniallogik sinnvoll gewählt werden können. Haben die USA die Option, angesichts der russischen Militärdoktrin, einen europäischen Krieg auf konventionelle und allenfalls nukleare Gefechtsfeldwaffen zu begrenzen? Umgekehrt: Auf welche potentielle Sieg-Option könnten sie zuarbeiten mit weiteren Rüstungen (Trump gibt, hiess es in den Nachrichten, aus Anlass der angekündigten INF-Vertrags-Kündigung heute eine ausführliche Erklärung ab über geplante Aufrüstungs-Vorhaben)? - Ich halte den Nachvollzug strategischer Enrscheidungen (soweit man dazu von aussen imstand ist) darum für wichtig, weil es für das Auftreten einer Friedensbewegung, heute noch mehr als in den 80ern, darum geht, der Öffentlichkeit die wahrscheinlichen Kriegsszenarios (und ihre Rolle darin) zu erklären. Wir müssen zeigen, wo die Hegemonialkriegshetzer aus der Mutually assured destruction MAD versuchen auszubrechen. Die letzten Artikel auf Telepolis zum Thema:
https://www.heise.de/tp/features/Sputni ... 63691.html
https://www.heise.de/tp/features/Amerik ... 73234.html
lassen nicht erkennen, wie die USA auf absehbare Frist das Kräfteverhältnis auf diesem feld zu ihren Gunsten verschieben könnten.
Aber damit wären auch konvenionelle Angriffsszenarios immer unter den Vorbehalt gestellt, dass die Russen, wie angekündigt, schnell nuklear eskalieren und die USA angreifen.
Wenn die westliche Raketenabwehr derzeit so schlecht funktioniert, wie behauptet, haben russische Angreifer (wenn sie nicht drauf angewiesen sind, einen Erst- und Entwaffnungsschlag zu führen) gute Chancen. Es könnte also isoliert eine US-Militäreinrichtung in den USA treffen, mit der Drohung, weiter zu eskalieren, wenn der konventionelle und taktisch-nukleare Nato-Angriff über die russische Grenze weg nicht abgebrochen wird. China könnte zudem mit einem ebensolchen isolierten Atomschlag deutlich machen, dass sie sich an diesen gegenmassnahmen beteiligen werden.
Dass man sich auf US Seite mittlerweile bewusst gemacht hat, dass eine Trennung dre beiden "revisionistischen" Haupt-"Rivalen" kaum gelingen wird, deutet sich hier an:
https://off-guardian.org/2018/12/17/bip ... and-china/

All das ist Irrsinn.
Der Zweck, Harald, ist aber nicht die VERTEIDIGUNG der US Hegemonie. Die haben sie seit welchem "unilateralen Moment" auch immer (dass es je einen gab, muss bezweifelt werden) nicht mehr. Sie kämpfen um die Hegemonie. Das muss man klarmachen, es geht nach wie vorum das Neocon-Project of a new AMERICAN century. Was haben Europäer da zu suchen? Wer immer die Frage angemessen, nämlich negativ, beantwortet, ist willkommen: Nato, raus aus Europa - Europa, raus aus der Nato!
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Re: Friedenspolitische Aktivitäten 2019

#13

Beitrag von Eckhard » Do 17. Jan 2019, 12:29

HCGuth+Harald: Früher hatten die Amis / NATO den schönen Begriff "wartime-hostnation", womit im Wesentlichen wir gemeint waren. Ein russischer Angriff konnte erst am Rhein gestoppt und zurückgeschlagen werden; danach geht's retour gen Osten. Für uns hatte das den Vorteil dass wir nichts mehr verteidigen müssen. Die Denke ist immer noch die gleiche, nur sagt das soo keiner mehr. Das heißt unser wichtigstes Ziel muß sein raus aus der NATO und ein Zustand wie Österreich oder Schweiz.
Demnächst gibt es wider US-Militärtransporte von Rotterdam (?) i.R. Ukraine. Wir sollten Proteste planen.
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Re: Friedenspolitische Aktivitäten 2019

#14

Beitrag von Harald Uhlig » Do 17. Jan 2019, 13:42

@HCGuth Es gibt ja die Bestrebung zu einer europäischen "Verteidigung", d.h. das heutige Wirtschafts- und politische Bündnis EU soll militarisiert werden.
Dann kann man Europa irgendwann offiziell aus der NATO entlassen. Je nachdem, wie weit dann die Aufrüstung der EU gediehen ist, führt dann die EU einen "Präventivschlag" gegen Russland oder dort sind inzwischen die Nationalisten an der Macht und führen ihn ihrerseits. Das ist dann völlig egal, der Zweck wird so oder so erfüllt.
Europa ist dann so etwa das, was Churchill schon am Ende des 2.WK vorgeschlagen hat, aus Deutschland zu machen: Ein Agrarland, nur dass da dann dort nur Mutanten wachsen.
Das ist zwar alles nicht kurzfristig möglich, aber bis dahin gibt es einen prima Absatzmarkt für den Militärisch-industriellen Komplex und zugleich kann man so verhindern, dass die Europäer auf "dumme" Ideen kommen wie etwa Hochtechnologieentwicklung oder Sozialprogramme im europäischen Rahmen.
Insoweit ist also "raus aus der NATO" nur dann eine Option, wenn das nicht rein in die europäische Verteidigung bedeutet. Erklär' das jemandem, der immer vor den Russen gezittert hat. Das ist echt vertrackt!
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Re: Friedenspolitische Aktivitäten 2019

#15

Beitrag von HCGuth » Do 17. Jan 2019, 17:54

@Eckhard Die Nato-Grenze liegt heute vor St.Petersburg, und riesige Panzer-Armeen sind nicht mehr zeitgemäss. Sowohl Nato als auch Russen wollen nukleare Gefechtswaffen mit niedriger Sprengkraft im Fall rein konventioneller Unterlegenheit einsetzen. Deutschland und die europäischen US-Standorte werden selbstverständlich jederzeit Ziele von Angriffen, und dann womöglich nuklearen, sein. Ein Krieg mit Russland ist aber in keiner Weise begrenzbar odre beherrschbar. Insofern stimmt die "Denke" auch auf unserer Seite nach wie vor.
@Harald Uhlig Eckhard hatte bereits als entscheidende Zusatzbedingung eines gesamt-europäischen Nato-Austritts Neutralität genannt. Dein Beitrag wirft die Frage auf, wer Europa aus der Nato "entlassen" soll - wenn nicht die Europäer selbst? Macron wiederum hatte ja bei der Aufzählung möglicher Gegner neben den üblichen Verdächtigen ausgerechnet die USA erwähnt. Europäer "entlassen" kann für die USA auch bedeuten: Kontrolle über ein unsicheres Aufmarschgebiet verlieren. Das gegenseitige Schwächen bis zur Erschöpfung hingegen KÖNNTE auch unter Nato-Ägide stattfinden.
Und so geht das weiter.
Für uns geht es vllt garnicht so sehr um das Erraten und Entlarven all der infernalischen Schlachtpläne und Kriegslisten, die in den Schubladen liegen.
Sondern um den gleubawürdigen Nachweis der ZIELE, die da verfolgt werden.
Und die sind ja nicht mal im Sinne der US Bevölkerung. Was uns gegenüber den Elitenkriegern im selben Boot sitzen lässt. Bloss: WIR sind hunderte Millionen. Und SIE wenige tausend. Da sollte doch was gehen.
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Re: Friedenspolitische Aktivitäten 2019

#16

Beitrag von Harald Uhlig » Do 17. Jan 2019, 20:07

@HCGuth Ja, das ist auch so eine Frage, ob wir überhaupt aus der NATO austreten dürften ohne Entlassungsgesuch. Frankreich vielleicht, aber Deutschland?
Ich gebe dir recht, die ZIELE glaubwürdig populär machen, das ist das Wichtigste, und die reale GEFAHR klarmachen auch.
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Re: Friedenspolitische Aktivitäten 2019

#17

Beitrag von Eckhard » Do 17. Jan 2019, 20:13

Richtig - das schreit nach Aktionen - und Zusammenarbeit mit anderen aus der Friedensbewegung. Habt ihr da Kontakte?
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Re: Friedenspolitische Aktivitäten 2019

#18

Beitrag von Harald Uhlig » Do 17. Jan 2019, 20:19

Ich hab da leider keine Kontakte.
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Re: Friedenspolitische Aktivitäten 2019

#19

Beitrag von HCGuth » Fr 18. Jan 2019, 15:16

Das ist die EINE Frage: Mit wem man (wenn man es tut) zusammenarbeitet. (Friedensgruppen, Friedens-Aktivisten gibt es in jeder grösseren Stadt. Gugel! Zur vorläufigen Information empfehle ich: lustpost-kl.de, die Informationsseite der Ramstein-Initiative Kaiserslautern.)
Die andre ist: Wie sich Anti-Kriegsarbeit in die Gesamt-Strategie von aufstehen einfügt. Ist alles nebeneinander uU auch arbeitsteilig) möglich, oder gibt es Gründe, Schwerpunkte zu setzen? Das führt zurück auf allgemeine Fragen der aufstehen Strategie, die aber tendenziell nicht hierher, sondern in ein andres Themenforum gehören. (Es gab dazu im andern Forum (mit Bindestrich) längere Diskussionen. Ich frage mich, wie wir das verbinden, dh ob ich die Texte hier auch einstelle, oder ob man von hier aus rübergeht und dort liest. Sich auf zwei Foren bewegen, hat auch Nachteile...;)
---------------------------
Zur aktuellen Situation https://www.heise.de/tp/features/Hypers ... 81107.html mit Kommentaren
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Re: Friedenspolitische Aktivitäten 2019

#20

Beitrag von Eckhard » Fr 18. Jan 2019, 20:20

lustpost-kl.de -> Server nicht gefunden
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Re: Friedenspolitische Aktivitäten 2019

#21

Beitrag von Ralf Kliemt » Fr 18. Jan 2019, 20:52

HCGuth hat geschrieben:
Fr 18. Jan 2019, 15:16
(Es gab dazu im andern Forum (mit Bindestrich) längere Diskussionen. Ich frage mich, wie wir das verbinden, dh ob ich die Texte hier auch einstelle, oder ob man von hier aus rübergeht und dort liest. Sich auf zwei Foren bewegen, hat auch Nachteile...;)
[Mod]
Ahoi,
Ich denke eigen Beiträge zu kopieren ist kein Problem. Die Beiträge anderer sollten aber hier nicht im Wortlaut wiedergegeben werden.

Grüße!
Ralf
[/Mod]
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Re: Friedenspolitische Aktivitäten 2019

#22

Beitrag von HCGuth » Sa 19. Jan 2019, 18:00

@Eckhard lol, ich habs nicht nur vertippt, sondern tatsächlich 5mal "richtig" gelesen, und mich gewundert, wieso es nicht gehen soll. Es muss natürlich heissen: luftpost-kl.de mit F (wie Freud?)
@alle Ich hab mal auf dieser Seite ein wenig herumgelesen: https://www.tandfonline.com/doi/full/10 ... src=recsys
Da, und in den letzten Ankündigungen Trumps im Pentagon erfährt man im Grund alles, was zu wissen ist, nämlich:
- sämtliche durch Abrüstungsabkommen bislang freigehaltenen Nischen (die andern erst recht) werden mit Rüstungsvorhaben besetzt (damit alle Eskalationsstufen gewählt werden können)
- die Grenze zwischen konventionell und nuklear wird (durch die Einsatzmöglichkeit von Nuklearwaffen mit "niedriger" Wirkung) planmässig verwischt
- vorgebliche Abwehrwaffen ("Raketenabwehrschirm", wie Aegis im Baltikum) provozieren Aufstellung auf sie gerichteter Angriffswaffen (die dann als Gegenwehr interpretiert werden: Iskander-Kurzstreckenrakete); und umgekehrt:
- angebliche Reichweiten-Steigerungen (der russische Raketen- bzw Lenkwaffentyp, der angeblich den INF-Vertrag verletzt, SSC-8 Screwdriver (Nato-Bezeichnung)=9M729 (russ.)) werden beantwortet mit Stationierung neuester Raketenabwehr (THAAD)
- Ausdehnung von Rüstungsvorhaben in den Weltraum: Tracking-Sensor-Systeme und (mutmasslich) Laser-Abwehr (Raketen von Satelliten verschiessen - technisch eher unwahrscheinlich) als US Gegenmassnahmen gg die russischen Hyperschallwaffen.

Mit anderen Worten: Wir wickeln rasant die Entwicklung in umgekehrter Richtung ab und landen präzise in den frühen 80ern.
Die Friedensbewegung kann genau da weitermachen, wo sie damals (ohne Erfolg) aufgehört hat - weil durch die Abrüstungsvereinbarungen wesentliche Herausforderungen kassiert wurden, an denen sie sich, in freilich dramatisch sich zuspitzenden Verhältnissen, hätte bewähren müssen. Und hier sind wir: JETZT muss es sein; jetzt rettet uns nichts mehr; jetzt muss es gelingen. In wenigen Tagen wird der INF Vertrag gekündigt. Dann geht es los.
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Re: Friedenspolitische Aktivitäten 2019

#23

Beitrag von Eckhard » Sa 19. Jan 2019, 19:19

@HCGuth nee Freud wärs gewesen, wenn du frustpost-kl geschrieben hättest. Das Thema lässt keine Lust aufkommen. Ich habe deine Literaturempfehlungen nachgeschlagen. Das Problem ist dabei, müssen wir alle Schweinereien die Trump, CIA et al. machen oder Planen noch im einzelnen kennen, oder reicht es nicht auch so schon? Trotz meiner Bedenken bezüglich Ramstein-Demos werde ich versuchen da mitzumischen - Kleine Taten, die man ausführt, sind besser als große, die man plant.
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Re: Friedenspolitische Aktivitäten 2019

#24

Beitrag von Ullrich » Di 19. Mär 2019, 06:05

Eine Aktivitätenanregung:
In Essen haben wir von "Aufstehen-Essen" einen Flyer zur Kündigung des INF-Vertrages erarbeitet. Mit diesem Flyer machen wir vor den Ostermärschen drei Infostände. Wer auf den Flyer zugreifen möchte und für auf sein Gruppe anpassen möchte, kann uns gerne eine Email schreiben an "aufstehen-essen@gmx.de. Ich kann gerne den 6 seitigen Faltflyer mit der Quelldatei in odf-Format zusenden.

Hier in Kurzform der Inhalt :
-->Seite 1---------------------------------------------------------
INF-Vertrag gekündigt
Es besteht die Gefahr eines Atomkrieges
-->Seite 2---------------------------------------------------------
INF-Vertrag von USA gekündigt...Text...
Ziel der USA: US-Amerika first...Text...
-->Seite 3---------------------------------------------------------
Gegenseitige Vorwürfe zwischen Washington und Moskau...Text...
Inspektionen und gegenseitige Kontrollen wären möglich...Text...
-->Seite 4---------------------------------------------------------
atomarer Rüstungswettlauf ...Text...
-->Seite 5---------------------------------------------------------
Atomwaffenfreies Deutschland...Text...
-->Seite 6---------------------------------------------------------
Mitmachen und mehr Infos:...Text...
Kontakt in ...Text...
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Ullrich für den Beitrag:
Harald Uhlig (Di 19. Mär 2019, 12:47)
Christoph
Beiträge: 48
Registriert: Do 20. Dez 2018, 05:11
Hat sich bedankt: 2 Mal
Danksagung erhalten: 8 Mal

Re: Friedenspolitische Aktivitäten 2019

#25

Beitrag von Christoph » Di 19. Mär 2019, 06:33

Ullrich, poste doch mal ein Bild von dem Flyer. Viele Grüße in meine Heimatstadt!
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